Die bisherige Rathausgalerie in Schmölln trägt künftig den Namen Luise-Neupert-Saal. Das neue Schild wurde während einer Festveranstaltung zum 100. Geburtstag der Künstlerin und Illustratorin feierlich enthüllt.

Mehr als 60 Gäste kamen am Montag, dem 14. September 2026, in das Schmöllner Rathaus, um an das Leben und Schaffen der Künstlerin zu erinnern. Die Stadt hatte den Abend gemeinsam mit dem Museum Burg Posterstein und dem Freundeskreis Scherenschnitt vorbereitet.

Eigene Komposition für Luise Neupert uraufgeführt

Für die musikalische Gestaltung sorgten Matthias und Michael von Hintzenstern. Als besondere Überraschung präsentierten die beiden Musiker erstmals ein eigens für Luise Neupert komponiertes Stück.

Einen weiteren Einblick in das Leben und Wirken der Künstlerin bot ein Dokumentarfilm von Gunther Auer. Persönliche Erinnerungen, Fotografien und Beispiele aus ihrem künstlerischen Schaffen zeigten, wie eng Neupert mit Schmölln verbunden war und welchen Einfluss sie auf das kulturelle Leben der Stadt hatte.

Auch bei der Bewirtung griffen die Veranstalter eine persönliche Erinnerung an die Künstlerin auf. Serviert wurde unter anderem Minestrone nach einem Rezept von Luise Neupert. Aufstriche, Brot, Baguette und weitere kleine Speisen ergänzten das Angebot.

Rathausgalerie wird zum Luise-Neupert-Saal

Den emotionalen Höhepunkt bildete die Umbenennung der Rathausgalerie. Mit dem neuen Luise-Neupert-Saal erhält die Künstlerin einen dauerhaften Erinnerungsort im Rathaus.

Dort sollen auch künftig ihre Werke und die Kunst des Scherenschnitts präsentiert werden. Der Name verbindet damit das künstlerische Erbe Neuperts dauerhaft mit einem zentralen Ausstellungsort der Stadt.

„Luise Neupert hat mit ihrer Kunst, ihrer Kreativität und ihrer besonderen Persönlichkeit viele Menschen berührt und Schmölln über Jahrzehnte kulturell geprägt“, erklärte Bürgermeister Sven Schrade. Der Abend habe gezeigt, wie lebendig die Erinnerung an die Künstlerin bis heute sei.

Besonders freue ihn, dass mit der Umbenennung ein Ort geschaffen worden sei, der den Namen Luise Neupert dauerhaft trage.

Luise-Neupert-Preis wird erneut ausgeschrieben

Im Rahmen der Veranstaltung wurde außerdem Maria Markgraf für ihre Teilnahme am Luise-Neupert-Preis gewürdigt. Sie hatte als einzige Teilnehmerin einen Scherenschnitt eingereicht und erhielt dafür eine kleine Aufmerksamkeit.

Da ohne weitere Einsendungen keine Vergleichsmöglichkeit bestand, wurde der eigentliche Preis nicht vergeben. Der Wettbewerb soll erneut ausgeschrieben und künftig mit einem Preisgeld verbunden werden.

Jubiläumsjahr findet feierlichen Abschluss

Mit dem Festabend ging das Jubiläumsjahr zum 100. Geburtstag von Luise Neupert zu Ende. Mehrere Veranstaltungen hatten sich in den zurückliegenden Monaten mit ihrem Leben und ihrem künstlerischen Werk beschäftigt.

Die Stadt wertet die Beteiligung von mehr als 60 Gästen und die zahlreichen persönlichen Erinnerungen als Zeichen dafür, dass Luise Neupert weiterhin einen festen Platz im kulturellen Gedächtnis Schmöllns besitzt.

Bürgermeister Schrade dankte insbesondere dem Museum Burg Posterstein, dem Freundeskreis Scherenschnitt sowie allen Beteiligten, die das Jubiläumsjahr gestaltet hatten.

Quelle: Stadtverwaltung Schmölln, Pressemitteilung vom 16. September 2026