In Stralsund haben am Montag die Dreharbeiten für zwei neue Folgen der ZDF-Krimireihe begonnen. Kamerateams und Schauspieler sind bis zum 2. Oktober an zahlreichen Orten der Hansestadt unterwegs, während beide Filme unter der Regie von Eoin Moore entstehen.
Die Arbeitstitel der Folgen 29 und 30 lauten „Stralsund – Haus des Henkers“ und „Stralsund – Das letzte Gebot“. Sendetermine stehen bislang noch nicht fest.
Für die Dreharbeiten nutzt die Produktion erneut zahlreiche bekannte Orte in und um Stralsund.
Altstadt, Volkswerft und Hafen werden zu Filmkulissen
Gedreht wird insbesondere in der gesamten Altstadt. Weitere Schauplätze sind das Gelände der Volkswerft, der Knieperteich, der Hafen und Knieper Nord.
Auch das nahe Umland von Stralsund wird in die Produktion einbezogen.
Bis zum 2. Oktober müssen sich Einwohner deshalb immer wieder auf Filmteams, Schauspieler und Produktionsfahrzeuge im Stadtgebiet einstellen.
An einzelnen Drehorten sind kurzzeitige Sperrungen notwendig. Hinweisschilder sollen jeweils rechtzeitig aufgestellt werden. Direkt am Set können Straßen außerdem für wenige Minuten gesperrt werden.
Jule Zabek bekommt ein neues Ermittlerteam
Auch innerhalb der Krimireihe verändert sich einiges.
Kommissarin Jule Zabek, gespielt von Sophie Pfennigstorf, muss sich nach dem Abschied ihrer Kollegen Karl Hidde und Tomasz Nowak mit einem neuen Team arrangieren.
Neu an ihrer Seite ist Stefan Witt, gespielt von Torben Liebrecht. Die Figur wird als korrekt, zugleich aber undurchsichtig beschrieben.
Samuel Weiss übernimmt die Rolle des autoritären Vorgesetzten Achim Mahron. Zum Team gehören außerdem Tom Grunow, gespielt von Sebastian Jakob Doppelbauer, und die junge IT-Forensikerin Elena Delgado, dargestellt von Trigal Sandberger Cañas.
Serienkiller führt zum Haus des Henkers
Im ersten neuen Film „Haus des Henkers“ bekommt es das Ermittlerteam mit einem Serienkiller zu tun.
Die Morde werden nach historischen Hinrichtungen inszeniert. Die Spur führt schließlich zum Haus des letzten Scharfrichters von Stralsund.
Für Jule Zabek wird der Fall zunehmend persönlich. Im Verlauf der Ermittlungen gerät die Kommissarin selbst ins Visier des Täters.
Das Drehbuch stammt von Olaf Kraemer.
Immobilienmord führt zurück in die Nachwendezeit
Der zweite Film „Das letzte Gebot“ beginnt mit dem Tod des Immobilieninvestors Sami Ranjbar.
Der Mord scheint mit einem Haus zusammenzuhängen, dessen frühere Besitzer nach der Wende enteignet wurden. Die Ermittlungen führen Zabek und ihren neuen Kollegen Witt zu Immobilienmakler Mike Fleig, gespielt von Florian Lukas.
Dabei stellt sich die Frage, ob Ranjbar einen möglichen Betrug durchschaut hatte und deshalb sterben musste.
Eine weitere zentrale Rolle spielt Ranjbars Assistentin Maya Haddari, dargestellt von Sara Fazilat.
Das Drehbuch schrieben Andi Wecker und Sven Poser.
Letzter Fall von Karl Hidde läuft im Oktober
Für die Reihe markiert die neue Produktion zugleich einen personellen Umbruch.
Alexander Held hatte „Stralsund“ bereits im vergangenen Jahr auf eigenen Wunsch verlassen, um sein Arbeitspensum zu reduzieren. Seine Figur Karl Hidde ist ein letztes Mal im Film „Stralsund – Dunkle Tiefen“ zu sehen.
Das ZDF will diesen Film im Oktober 2026 ausstrahlen. Die Ausstrahlung erfolgt im Gedenken an Alexander Held, der im Mai gestorben ist.
Produziert werden die beiden neuen Folgen von der Network Movie Film- und Fernsehproduktion GmbH aus Köln. Verantwortlicher ZDF-Redakteur ist Christian Cloos.
Quelle: ZDF, Drehstartmeldung zu den Folgen 29 und 30 der Krimireihe „Stralsund“, 14. September 2026.