Nach dem Freilichterfolg im Sommer zieht die Räuberbande ins Theater: Das Harztheater zeigt am Sonntag, 27. September, um 15 Uhr im Großen Haus Quedlinburg die Hauspremiere von „Das Wirtshaus im Spessart“.
Die musikalische Komödie verbindet turbulente Verwechslungen, romantische Verwicklungen und bekannte Melodien mit einer Geschichte, die seit Jahrzehnten zum festen Bestand deutscher Unterhaltungskultur gehört.
Zwei Räuber mit erstaunlich bürgerlichen Träumen
Im Mittelpunkt stehen Knoll und Funzel. Die beiden Räuber mögen zwar ihr Geld mit Überfällen verdienen, träumen insgeheim aber von einem wesentlich ruhigeren Leben – am liebsten mit eigenem Häuschen und Garten.
Kammersänger Klaus-Uwe Rein übernimmt die Rolle des Knoll, Tobias Amadeus Schöner spielt Funzel. Jessey-Joy Spronk ist als Comtesse Franziska zu erleben.
Gemeinsam mit dem Solistenensemble, dem Opernchor des Harztheaters und den Harzer Sinfonikern entsteht eine große Musiktheaterproduktion mit viel Bewegung, Humor und bewusst überzeichneten Figuren.
Eine Kutsche gerät in die Hände der Räuber
Die Handlung beginnt mit einer Reise: Gräfin Franziska ist gemeinsam mit Freunden auf dem Weg zu ihrer Hochzeit, als ihre Kutsche überfallen wird.
Knoll und Funzel nehmen die Reisegesellschaft gefangen und fordern Lösegeld.
Franziska will sich damit nicht abfinden. Um aus dem Versteck der Räuber zu entkommen und zugleich ihre Begleiter zu retten, verkleidet sie sich als Handwerksbursche Felix.
Damit beginnt eine Folge von Verwechslungen, Täuschungen und überraschenden Begegnungen.
Die Geschichte geht auf Motive der gleichnamigen Erzählung von Wilhelm Hauff aus dem Jahr 1828 zurück. Besonders bekannt wurde der Stoff durch die Filmkomödie von 1958 mit Liselotte Pulver.
Franz Grothes Musik erklingt live
Die Bühnenfassung ist eine musikalische Räuberpistole in elf Bildern von Günther Schwenn und Willy Dehmel. Die Musik stammt von Franz Grothe, der bereits die Musik zur erfolgreichen Filmfassung komponiert hatte.
Zu den bekannten Titeln gehören „Ach, das könnte schön sein“ und „Man kann die Liebe nicht erklären“.
Die Harzer Sinfoniker spielen die Musik live.
Erstmals übernimmt Solorepetitor Georgios Sgourdas bei dieser Produktion die musikalische Leitung. Regie führt Marco Misgaiski. Für die Ausstattung ist Tom Grasshof verantwortlich, die Einstudierung des Opernchores liegt bei Julija Domaševa.
Vom Sommertheater ins Große Haus Quedlinburg
Die Produktion war bereits im Sommer als Freilichtaufführung zu erleben. Mit der Vorstellung am 27. September beginnt nun die Spielserie auf den festen Bühnen und bei Gastspielen.
Nach Quedlinburg folgt am 4. Oktober eine Vorstellung im Großen Haus Halberstadt. Weitere Termine führen die Produktion unter anderem nach Staßfurt, Salzwedel, Stendal und Bernburg.
In Quedlinburg steht „Das Wirtshaus im Spessart“ später erneut am 7. Januar und 4. April 2027 auf dem Spielplan. Die Vorstellung im April ist zugleich als letzte Aufführung der aktuellen Serie angekündigt.
Karten für die Vorstellung in Quedlinburg
Die Hauspremiere beginnt am Sonntag, 27. September 2026, um 15 Uhr im Großen Haus Quedlinburg.
Eintrittskarten gibt es an den Theaterkassen in Quedlinburg und Halberstadt sowie über die bekannten Vorverkaufsstellen.
Quelle: Harztheater