Cottbus mischt sich in die bundesweite Debatte um Sozialausgaben ein. Stadtverwaltung und Liga der Freien Wohlfahrtspflege haben sich gemeinsam an die Bundesregierung gewandt. Wie beide Partner mitteilen, richten sich ihre Schreiben gegen mögliche Einschnitte in Kinder- und Jugendhilfe sowie Eingliederungshilfe.
Hilfen für junge Erwachsene im Fokus
Kritisch sehen die Beteiligten unter anderem mögliche Einschränkungen von Unterstützungsleistungen für junge Volljährige.
Auch Veränderungen beim Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen sowie niedrigere Qualitätsstandards in der Kinder- und Jugendhilfe werden abgelehnt.
Kommunen stehen bereits unter Druck
Cottbus und die Wohlfahrtsverbände verweisen auf steigende Bedarfe, Fachkräftemangel und wachsende finanzielle Belastungen.
Kürzungen könnten Probleme nach ihrer Einschätzung lediglich in andere Systeme wie Sozialhilfe, Gesundheitsversorgung oder kommunale Haushalte verlagern.
Strukturwandel braucht soziale Stabilität
Die gemeinsame Position verbindet Sozialpolitik ausdrücklich mit dem Wandel der Lausitz.
Wirtschaftliche Entwicklung und soziale Sicherheit müssten parallel gesichert werden, damit der Strukturwandel gesellschaftlich getragen werde.
Die Stadt spricht sich dabei nicht gegen Reformen oder Bürokratieabbau aus, sondern gegen Einsparungen zulasten der betroffenen Menschen.
Quelle:
Stadt Cottbus/Chóśebuz; Liga der Freien Wohlfahrtspflege Cottbus.