Wie können junge Menschen ohne Schul- oder Berufsabschluss besser in Ausbildung und Beschäftigung gebracht werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Besuch von Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne und Landrat Steffen Burchhardt im Jugendwerk Rolandmühle in Burg.

Der Termin findet am Freitag, dem 14. August 2026, von 10 bis 11.30 Uhr statt. Veranstaltungsort ist die Jugendwerk Rolandmühle gGmbH in der Kanalstraße 1.

Im Mittelpunkt steht das Arbeitsmarktprojekt STABIL. Es richtet sich an Menschen unter 27 Jahren, die aufgrund schwieriger persönlicher oder beruflicher Voraussetzungen bislang nur geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt hatten.

Werkstätten geben Einblicke in praktische Arbeit

Während des Besuchs stellt das Jugendwerk seine Arbeit gemeinsam mit den beteiligten Jugendlichen vor.

Geplant sind Einblicke in die Werkstattbereiche Hauswirtschaft und Gastronomie sowie Handwerk. Dort sollen die jungen Menschen praktische Fähigkeiten erwerben und schrittweise an geregelte Arbeitsabläufe herangeführt werden.

Der Termin bietet damit einen direkten Einblick in die praktische Umsetzung des Förderprogramms.

Fehlende Abschlüsse erschweren den Berufseinstieg

STABIL unterstützt junge Menschen, die beispielsweise keinen Schulabschluss oder keine abgeschlossene Berufsausbildung besitzen.

Fehlende Qualifikationen können den Einstieg in den Arbeitsmarkt erheblich erschweren. Hinzu kommen teilweise persönliche, soziale oder gesundheitliche Belastungen, die eine reguläre Ausbildung oder Beschäftigung zunächst verhindern.

Das Programm soll deshalb nicht nur fachliche Kenntnisse vermitteln. Ziel ist es auch, Zuverlässigkeit, Selbstvertrauen und die Fähigkeit zur eigenständigen Lebensplanung zu stärken.

Teil des Masterplans Zukunftsgeneration

STABIL gehört zum im Juni 2026 vorgestellten „Masterplan Zukunftsgeneration Sachsen-Anhalt“.

Mit dem Masterplan wollen das Land, die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit sowie Arbeitsagenturen und Jobcenter den Übergang von der Schule in Ausbildung und Beschäftigung verbessern.

Die beteiligten Partner wollen dabei die Potenziale junger Menschen stärker nutzen und verhindern, dass Jugendliche dauerhaft ohne Berufsabschluss oder Beschäftigung bleiben.

Jugendarbeitslosigkeit soll deutlich sinken

Nach Angaben des Sozialministeriums liegt die Jugendarbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt derzeit bei 8,8 Prozent.

Bis 2030 soll dieser Wert auf weniger als vier Prozent sinken. Gleichzeitig soll der Anteil der Menschen bis 34 Jahre mit einem Berufsabschluss erhöht werden.

Damit verfolgt der Masterplan sowohl ein sozialpolitisches als auch ein wirtschaftliches Ziel. Junge Menschen sollen bessere Zukunftschancen erhalten, während Unternehmen zusätzliche Fachkräfte gewinnen können.

Ministerin und Landrat informieren sich vor Ort

Arbeitsministerin Grimm-Benne und Landrat Burchhardt wollen sich bei ihrem Besuch ein Bild davon machen, wie die Förderung im Jugendwerk Rolandmühle praktisch umgesetzt wird.

Der Austausch mit Jugendlichen und Mitarbeitern soll zeigen, welche Angebote bereits funktionieren und wo weiterer Unterstützungsbedarf besteht.

Journalisten können den Termin begleiten. Eine vorherige Anmeldung beim Sozialministerium ist erforderlich.

Quellen

Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt – Presseeinladung 131/26 zum Besuch des Arbeitsmarktprojekts STABIL im Jugendwerk Rolandmühle, veröffentlicht am 5. August 2026.