Die Hochschule Anhalt veranstaltet am 19. August 2026 in der Hochschulbibliothek Bernburg ein spielerisches Training zur Informationssicherheit. Beschäftigte, Lehrende und Studierende sollen typische Cyberrisiken erkennen und angemessene Reaktionen in kleinen Teams erproben.
Vier Stationen simulieren Sicherheitsprobleme
Das sogenannte Cyber Security Game besteht aus vier Stationen. Jede Station dauert etwa 15 Minuten und folgt demselben Ablauf aus Einführung, Minispiel und gemeinsamer Auswertung. Die Teilnehmer wechseln anschließend zur nächsten Aufgabe. Dadurch bleibt das Training kompakt und verbindet mehrere Themen innerhalb einer überschaubaren Zeit.
Welche konkreten Angriffsszenarien eingesetzt werden, nennt die Hochschule nicht vollständig. Übliche Schulungen behandeln verdächtige E-Mails, manipulierte Links, unsichere Passwörter oder den Umgang mit vertraulichen Informationen. Maßgeblich für den Termin sind jedoch nur die von der Hochschule vorbereiteten Spiele und Hinweise.
Begrenzte Plätze erfordern Anmeldung
Pro Zeitfenster stehen 24 Plätze zur Verfügung. Die Anmeldung erfolgt über eine Terminliste des Deutschen Forschungsnetzes. Die Begrenzung soll sicherstellen, dass alle Teilnehmer aktiv an den Stationen mitarbeiten können.
Ein reiner Vortrag vor einer großen Gruppe würde den spielerischen Ansatz abschwächen.
Der Bernburger Termin ist Teil einer dreitägigen Reihe an allen Hochschulstandorten. Köthen beginnt am 18. August, Bernburg folgt am 19. August und Dessau am 20. August. Damit wird dasselbe Grundangebot standortnah bereitgestellt, ohne dass Beschäftigte und Studierende zwischen den Campusorten reisen müssen.
Menschliches Verhalten bleibt ein Sicherheitsfaktor
Technische Schutzsysteme können viele Angriffe filtern, aber nicht jede falsche Entscheidung verhindern. Kriminelle versuchen deshalb häufig, Menschen unter Zeitdruck zu setzen oder mit glaubwürdig wirkenden Nachrichten zu täuschen. Wer ungewöhnliche Anfragen erkennt und einen zweiten Prüfweg nutzt, kann Schäden vermeiden, bevor Schadsoftware oder Zugangsdaten missbraucht werden.
Das Training setzt an diesem Verhalten an. Die kurze Auswertung nach jedem Spiel ist wichtig, weil Teilnehmer dabei erfahren, welches Signal auf ein Risiko hingewiesen hat. Ein Wettbewerb allein würde möglicherweise nur Gewinner und Verlierer erzeugen. Die gemeinsame Nachbesprechung überträgt die Erfahrung dagegen auf den Arbeits- und Studienalltag.
Hochschule bündelt Sensibilisierung an allen Standorten
Organisiert wird die Reihe vom Schulungsteam für Informationssicherheit der Hochschule gemeinsam mit einem spezialisierten Anbieter. Nach Abschluss erhalten die Teilnehmer eine kompakte Zusammenfassung und eine Teilnahmebescheinigung. Damit endet der Lerneffekt nicht unmittelbar nach dem Spiel, sondern kann später noch einmal aufgegriffen werden.
Für die Hochschule ist ein gemeinsamer Sicherheitsstandard wichtig, weil Daten und Systeme standortübergreifend genutzt werden. Ein kompromittiertes Konto kann nicht nur den einzelnen Nutzer betreffen. Es kann Zugänge zu Lernplattformen, Verwaltungssystemen oder gemeinsamen Dateien gefährden. Regelmäßige Übungen ergänzen deshalb technische Vorgaben und schriftliche Richtlinien.
Erfolg zeigt sich erst im Alltag
Ob ein einmaliges Spiel das Verhalten dauerhaft verändert, lässt sich nicht am Veranstaltungstag messen. Wirkung entsteht, wenn Teilnehmer bei einer späteren verdächtigen Nachricht innehalten, einen Absender prüfen und Vorfälle melden. Wiederholte Schulungen und verständliche Meldewege bleiben deshalb notwendig.
Der Termin in Bernburg bietet einen niedrigschwelligen Einstieg. Die Kombination aus begrenzten Gruppen, praktischen Aufgaben und direkter Auswertung kann abstrakte Sicherheitsregeln verständlicher machen. Interessierte Hochschulangehörige müssen sich wegen der begrenzten Plätze rechtzeitig für eines der angebotenen Zeitfenster anmelden.
Quellen
- Hochschule Anhalt: Cyber Security Game Event an den Hochschulstandorten im August 2026