Techno, experimentelle Elektronik, Indie-Konzerte und klassische Orchestermusik: Das Berghain geht im September 2026 mit einem Programm in den Monat, das weit über die klassischen Klubnächte hinausreicht. In Berghain, Panorama Bar, Säule, Kantine und Halle stehen zahlreiche Veranstaltungen an. Zu den bekanntesten Namen gehören Ben Klock, Marcel Dettmann, Rødhåd, Speedy J, Wata Igarashi und Tama Sumo – gleichzeitig wird die Halle am Berghain für einen Abend zum vollständig abgedunkelten Konzertsaal.
Den Auftakt des regulären Clubprogramms bildet am 3. September „Omen Wapta“ in der Säule. Einen Tag später übernimmt „Desert Ghosts“ die Panorama Bar. Am 5. September folgt die erste Klubnacht des Monats. Auf dem Berghain-Floor sind unter anderem Deetron, Josh Caffé, Mareena, Steffi, VIL und die Zenker Brothers angekündigt. In der Panorama Bar stehen unter anderem DJ Miss Parker, Gabrielle Kwarteng, Massimiliano Pagliara und Sedef Adasï hinter den Decks.
Ben Klock, Fadi Mohem und JakoJako am 19. September
Besonders prominent besetzt ist die Klubnacht am Samstag, dem 19. September.
Für das Berghain sind Ben Klock, Fadi Mohem, JakoJako, Marie Montexier, Mary Yuzovskaya, DHÆÜR und OPH angekündigt. Die Panorama Bar wird unter anderem von Alinka, Cinthie, Francesco del Garda und Tal Fussman bespielt. In der Säule steht zudem ein Live-Set von Rex The Dog auf dem Programm.
Eine Woche später folgt am 26. September eine weitere umfangreiche Klubnacht. Dort gehören Marcel Dettmann, Colin Benders, Beste Hira, Tasha und UVB zum Berghain-Line-up. In der Panorama Bar stehen unter anderem Bradley Zero, Matisa, nd_baumecker und Tripmastaz auf dem Programm.
Fünf Live-Acts an einem Abend
Auch der 25. September hebt sich vom normalen Klubprogramm ab.
Unter dem Titel „WSNWG LIVE“ treten im Berghain ausschließlich Live-Acts auf. Angekündigt sind Dasha Rush, Megan Leber, Rødhåd, Speedy J und UFO95.
Damit bekommt das Live-Format einen eigenen Abend in jenem Raum, der ansonsten vor allem mit langen DJ-Sets und den regulären Klubnächten verbunden wird.
Orchester spielt in völliger Dunkelheit
Der ungewöhnlichste Termin des Monats dürfte allerdings am 11. September in der Halle am Berghain stattfinden.
Für die nächste Ausgabe der „Orchestral Sessions“ kommen dort ein 60-köpfiges Orchester, 22 Gongs, ein Hornensemble und geteilte Streicher zusammen. Aufgeführt werden Werke von Gérard Grisey, Charles Ives, Wolfgang Amadeus Mozart und György Ligeti sowie das neue Stück „Prefix“ des in Berlin lebenden Dirigenten und Komponisten Avi Caspi.
Bemerkenswert ist vor allem die Inszenierung: Das gesamte Konzert soll in völliger Dunkelheit stattfinden. Dadurch soll sich die Aufmerksamkeit vollständig auf den Klang und die besondere Akustik der Halle richten. Der Raum selbst wird nach Vorstellung der Veranstalter damit zu einem Teil des musikalischen Erlebnisses.
Avi Caspis „Prefix“ ist eigens für Orchester, 22 Gongs und Hornensemble geschrieben. Auch hier soll die Architektur der Halle unmittelbar in die klangliche Wirkung einbezogen werden. Die Zahl der verfügbaren Tickets ist nach Angaben des Veranstalters begrenzt.
Mozart trifft auf Ligeti und Ives
Das musikalische Programm des Orchesterabends spannt einen weiten Bogen.
Mit Mozarts „Adagio und Fuge c-Moll, KV 546“ steht ein Werk des 18. Jahrhunderts neben Musik von Charles Ives, Gérard Grisey und György Ligeti.
Ligeti lässt in „Ramifications“ die Streicher in zwei Gruppen mit leicht unterschiedlicher Stimmung spielen. Dadurch entstehen Schwebungen und ein sich fortwährend verändernder Klang. Bei Griseys selten aufgeführtem „Accords perdus“ stehen zwei Hörner im Mittelpunkt, die nach einem gemeinsamen Klang suchen.
Die Kombination aus klassischer und zeitgenössischer Orchestermusik mit der industriellen Architektur des Berghain macht den Abend zu einem der außergewöhnlichsten Termine des September-Programms.
Kantine bietet fast den gesamten Monat Konzerte
Auch die Kantine am Berghain ist im September dicht belegt.
Den Anfang macht am 2. September Kenny Mason. Es folgen unter anderem Kreidler am 3. September, Brockhoff am 4. September, Marc Pipusch und MEDUΣΑ am 6. September sowie One Leg One Eye und Bridget Ferrill am 7. September.
Am 10. September stehen Christoph de Babalon und Mark im Rahmen von „A Colourful Storm“ auf der Bühne. Einen Tag später folgt „Schwindel x Nancy & the Jam Fancys“, bevor am 12. September Odd Beholder und am 13. September Rostam gemeinsam mit Bad Actor auftreten.
Zum Monatsende sind unter anderem Blockhead am 25. September, Caramelo, Dicken45 und Benito am 27. September, Aircraft am 28. September sowie Holy Wave am 30. September angekündigt.
Panorama Bar bekommt mehrere eigene Nächte
Neben den klassischen Klubnächten bekommt auch die Panorama Bar im September mehrfach eigene Veranstaltungsformate.
Am 4. September läuft dort „Desert Ghosts“ mit Live-Auftritten von Lawrence und Thomas Melchior sowie weiteren Sets von Edward, Konduku, Sibel und Tau Car.
Am 11. September folgt „Laundrette“ mit CC:DISCO!, David Elimelech, Partok, Paul Wolsch, Roi Perez, Sally C und Samira.
Eine Woche später steht mit „Italorama Bar“ ein weiterer eigener Abend an. Dort sind unter anderem N.O.I.A. live, Curses, Franz Scala und Intergalactic Gary angekündigt.
September zeigt die ganze Bandbreite des Berghain
Das Monatsprogramm macht deutlich, wie weit sich das Angebot rund um das Berghain inzwischen auffächert.
Die klassischen Klubnächte bleiben das Zentrum des Programms. Daneben stehen jedoch eigenständige elektronische Formate, Live-Konzerte in der Kantine und mit den Orchestral Sessions sogar ein vollständig abgedunkelter Abend mit großem Orchester.
Gerade der 11. September dürfte dabei Aufmerksamkeit über die eigentliche Berliner Clubszene hinaus erzeugen: 60 Orchestermusiker, 22 Gongs und Werke zwischen Mozart, Ives und Ligeti treffen dort auf einen der bekanntesten Räume der Berliner Nachtkultur.
Quellen
Ostgut – Programm Berghain September 2026
Ostgut – Programm Kantine am Berghain September 2026
Ostgut – Programm Halle am Berghain September 2026