Berlin ordnet die Zuständigkeiten seiner Verwaltung grundlegend neu. Rund 2.200 Aufgaben wurden in einem zentralen Katalog erfasst und den jeweils verantwortlichen Stellen zugeordnet. Wie der Senat mitteilt, sollen damit Doppelstrukturen reduziert und Entscheidungen zwischen Senatsverwaltungen und Bezirken beschleunigt werden.

Ursprünglich wurden 4.500 Aufgaben gezählt

Bei Beginn der Bestandsaufnahme waren zunächst rund 4.500 einzelne Verwaltungstätigkeiten identifiziert worden. Viele davon waren jedoch mehrfach oder an verschiedenen Stellen erfasst.

Nach der Bereinigung umfasst der Katalog noch knapp 2.200 Aufgaben.

Jede Aufgabe erhält klare Verantwortung

Die neue Zuständigkeitsverordnung soll transparent festlegen, welche Senatsverwaltung die gesamtstädtische Verantwortung trägt und welche Aufgaben von Bezirken oder Landesämtern ausgeführt werden.

Damit soll insbesondere verhindert werden, dass Vorgänge wegen unklarer Zuständigkeiten zwischen verschiedenen Behörden weitergereicht werden.

Datenbank wird öffentlich

Der Aufgabenkatalog wird in eine elektronische Datenbank übertragen, die auch Bürgern und Unternehmen offenstehen soll.

Damit lässt sich künftig nachvollziehen, welche Berliner Stelle für ein bestimmtes Anliegen verantwortlich ist.

Auch Unternehmen sollen profitieren

Der Senat verbindet die Reform ausdrücklich mit schnelleren und effizienteren Verwaltungsverfahren für die Wirtschaft.

Besonders bei Genehmigungen und komplexen Projekten soll die klare Aufgabenverteilung Abstimmungszeiten zwischen Bezirken und Hauptverwaltung reduzieren.

Quelle:

Berliner Senat, Verwaltungsreform und Zuständigkeitsverordnung 2026.