Der Milieuschutz in zwei Kreuzberger Wohngebieten wird erneut untersucht. In der zweiten Augusthälfte erhalten ausgewählte Haushalte Fragebögen, mit denen die soziale Struktur der Gebiete erfasst werden soll.
Graefestraße steht seit 1995 unter Schutz
Für das Gebiet zwischen Landwehrkanal und Hasenheide gilt seit 1995 eine soziale Erhaltungsverordnung. Sie ermöglicht dem Bezirksamt, bestimmte Modernisierungen zu steuern und dadurch Verdrängungsrisiken zu begrenzen.
Die Voraussetzungen für eine solche Verordnung müssen regelmäßig überprüft werden.
Auch Bergmannstraße-Nord wird untersucht
Im Gebiet Bergmannstraße-Nord besteht der Milieuschutz seit 2003. Auch dort sollen Haushalte in der zweiten Augusthälfte angeschrieben werden.
Die Teilnahme an beiden Befragungen ist freiwillig und anonym. Der Fragebogen kann schriftlich oder online beantwortet werden.
Ergebnisse sind für weitere Schutzregeln wichtig
Mit der Untersuchung soll geklärt werden, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für die sozialen Erhaltungsverordnungen weiterhin bestehen. Nur Haushalte mit einem individuellen Zugangscode können teilnehmen.
Damit liefern die Bewohner selbst einen Teil der Datengrundlage für die zukünftige Wohnungspolitik in beiden Kreuzberger Gebieten.
Quelle: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg