Ein anonymer Hinweis aus der Bevölkerung hat in Berlin-Hellersdorf zu einem größeren Drogen- und Waffenfund geführt. Die Polizei nahm einen 49 Jahre alten Mann in seiner Wohnung fest und stellte umfangreiche Beweismittel sicher.

Nach Angaben der Berliner Polizei ging der Hinweis am Montagabend bei den Einsatzkräften ein. Gegen 19 Uhr beobachteten die alarmierten Polizisten vor einem Wohnhaus in der Gothaer Straße einen mutmaßlichen Handel mit Betäubungsmitteln. Berlin.de

Eine Frau soll das Gebäude verlassen und anschließend Betäubungsmittel an eine weitere Frau verkauft haben. Die Beobachtungen erhärteten nach Darstellung der Polizei den Verdacht, dass aus dem Wohnhaus heraus mit Drogen gehandelt wurde. Berlin.de

Staatsanwaltschaft erwirkt Durchsuchungsbeschluss

Die Staatsanwaltschaft Berlin erwirkte daraufhin einen richterlichen Beschluss zur Durchsuchung der Wohnung eines 49-jährigen Tatverdächtigen. Dort nahmen die Einsatzkräfte den Mann fest. Berlin.de

Bei der Durchsuchung fanden die Ermittler Amphetamin im Kilogrammbereich sowie eine bislang nicht näher bezifferte Menge Cannabis. Außerdem stellten sie mutmaßlichen Handelserlös in vierstelliger Höhe sicher. Berlin.de

Mehrere Luftdruck- und PTB-Waffen gefunden

Neben den Drogen und dem Bargeld entdeckten die Beamten mehrere Luftdruckwaffen und sogenannte PTB-Waffen. Unter diesen Begriff fallen in der Regel Schreckschuss-, Reizstoff- oder Signalwaffen, die über ein entsprechendes Prüfzeichen verfügen.

Wie viele Waffen konkret beschlagnahmt wurden und ob diese geladen oder unmittelbar einsatzbereit waren, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Auch zur genauen Menge des gefundenen Amphetamins und Cannabis lagen keine weiteren Angaben vor.

Ermittlungen gegen 49-Jährigen dauern an

Die weiteren Ermittlungen führt ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 3 Ost. Dabei soll unter anderem geklärt werden, welche Rolle der Festgenommene bei dem beobachteten Drogengeschäft gespielt haben könnte und ob weitere Personen beteiligt waren. Berlin.de

Die Polizei bezeichnete den 49-Jährigen bislang als Tatverdächtigen. Eine rechtskräftige Verurteilung liegt nicht vor. Für den Mann gilt daher weiterhin die Unschuldsvermutung.

Bürgerhinweis löste den Einsatz aus

Der Fall zeigt zugleich die Bedeutung von Hinweisen aus der Bevölkerung. Erst die anonyme Mitteilung führte die Polizei zu dem Wohnhaus und ermöglichte die anschließende Beobachtung des mutmaßlichen Drogengeschäfts.

Ob der Hinweisgeber bereits zuvor Kenntnisse über mögliche Geschäfte in dem Haus hatte, wurde nicht bekannt gegeben. Die Ermittlungsbehörden veröffentlichten auch keine näheren Angaben zu den beiden Frauen, die vor dem Gebäude beobachtet worden waren.

Quellen

– Polizei Berlin: „Festnahme nach mutmaßlichem Drogenhandel“, Polizeimeldung Nr. 0940 vom 4. August 2026

– Staatsanwaltschaft Berlin: Durchsuchungsbeschluss im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Drogenhandel in Berlin-Hellersdorf, bekannt geworden am 4. August 2026