Das Neue Museum auf der Berliner Museumsinsel widmet ein ganzes Wochenende der Frage, wie Menschen verschiedener Kulturen und Epochen mit Tod und Bestattung umgingen. Am 22. und 23. August 2026 stehen jeweils von 11 bis 17 Uhr Themenführungen, offene Workshops und ein Suchspiel auf dem Programm. Wie die Staatlichen Museen zu Berlin mitteilen, gestalten das Ägyptische Museum und Papyrussammlung sowie das Museum für Vor- und Frühgeschichte das gemeinsame Ferienangebot.

Führungen zeigen Bestattungssitten verschiedener Epochen

Die Themenführungen greifen Fragen auf, die von der Vorgeschichte bis ins Alte Ägypten reichen. Besucher erfahren unter anderem, ob Neandertaler ihre Toten bestatteten, warum Verstorbene im Land der Pharaonen mumifiziert wurden, wann sich Urnenbestattungen entwickelten und welche Bedeutung Grabbeigaben für Vorstellungen vom Jenseits hatten.

Auch die Frage, warum der Tod im Alten Ägypten mit Krankheit in Verbindung gebracht werden konnte, gehört zum Programm. Die genauen Zeiten und Treffpunkte der einzelnen Führungen werden nach Angaben des Museums vor Ort bekanntgegeben.

Besucher gestalten Schutzamulette selbst

Im Pädagogikraum des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung können Besucher zwischen 11 und 17 Uhr eigene Schutzamulette gestalten. Vorbilder sind Herzskarabäus, Anchkreuz und Horusauge, die Verstorbenen im Alten Ägypten als Schutz für den Weg durch die als gefährlich vorgestellte Unterwelt mitgegeben wurden.

Der offene Workshop vermittelt zugleich die unterschiedliche Bedeutung dieser Objekte und verbindet archäologische Informationen mit eigener gestalterischer Arbeit. Ein Einstieg ist während der gesamten Angebotszeit möglich.

Gesichtsurnen werden aus Ton nachgebildet

Ein zweiter Workshop beschäftigt sich mit sogenannten Gesichtsurnen aus dem Übergang von der späten Bronze- zur Eisenzeit. Im südlichen Ostseeraum wurde die Asche Verstorbener teilweise in Gefäßen beigesetzt, deren Oberfläche modellierte Gesichtszüge sowie Darstellungen von Kleidung oder Gegenständen trug.

Im Museum für Vor- und Frühgeschichte erfahren Teilnehmer, wie Archäologen solche Funde interpretieren. Anschließend können sie selbst Gefäße aus Ton formen und mit menschlichen Gesichtszügen gestalten.

Skarabäus führt durch die ägyptische Sammlung

Am Sonntag ergänzt das Suchspiel „Ägypten ganz nah – Folge dem Skarabäus“ das Programm. Zwischen 11 und 15.30 Uhr gehen Kinder und Erwachsene gemeinsam mit der Figur des Skarabäus Scheri und seinem Freund Paul auf Spurensuche durch die Ägyptische Sammlung.

Dabei werden Informationen zum Alten Ägypten spielerisch vermittelt. Am Ende wartet ein kleines Präsent, das aus Wüstensand ausgegraben werden kann; die letzte Ausgabe des Suchspiels erfolgt um 15.30 Uhr.

Angebote ohne zusätzliche Teilnahmegebühr

Für Führungen, Workshops und Suchspiel ist keine Anmeldung erforderlich. Die Teilnahme an den Angeboten ist kostenfrei, Erwachsene benötigen jedoch eine reguläre Eintrittskarte für das Museum; sämtliche Angebote sind nach Angaben der Staatlichen Museen barrierefrei zugänglich.

Das Aktionswochenende findet am 22. und 23. August 2026 jeweils von 11 bis 17 Uhr im Neuen Museum an der Bodestraße auf der Museumsinsel statt und bildet zugleich einen Abschluss der Berliner Sommerferien.

Quelle:

Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Museumsinsel Berlin, Pressemitteilung vom 13. August 2026.