Das ehemalige Grenzgebiet in Berlin-Mitte wird heute zum Schauplatz einer besonderen Exkursion. Geschichte und Stadtökologie treffen dort unmittelbar aufeinander, weil sich auf früher militärisch genutzten Flächen neue Lebensräume entwickelt haben.
Tour startet am Nordbahnhof
Der Umweltladen Mitte lädt von 11 bis 13 Uhr zu der kostenlosen Führung ein. Treffpunkt ist der Ausgang Invalidenstraße am S-Bahnhof Nordbahnhof.
Diplom-Biologe Gunter Martin führt durch Bereiche des früheren Grenzstreifens.
Natur eroberte ehemalige Sperrflächen
Zwischen 1961 und 1989 verlief durch das Gebiet die Berliner Mauer. Nach Öffnung des Grenzbereiches konnten sich auf vielen Flächen zunächst Pionierpflanzen ansiedeln.
Später entstanden Wiesen, Hochstaudenflächen, Gehölzstreifen und Trockenrasen.
Fünf gefährdete Pflanzenarten nachgewiesen
Nach Angaben des Bezirksamtes kommen in dem Gebiet sogar fünf Pflanzenarten vor, die in Berlin als gefährdet eingestuft werden. Auch seltene Vogelarten nutzen die unterschiedlichen Vegetationsstrukturen.
Die Tour verbindet diese ökologische Entwicklung mit den noch sichtbaren Spuren der früheren deutschen Teilung. Sie ist nicht barrierefrei.
Quelle: Bezirksamt Mitte von Berlin, Umweltladen Mitte.