Berlin hat eine weitere UNESCO-Auszeichnung erhalten. Das Welterbekomitee nahm die Waldsiedlung Zehlendorf am 26. Juli in die Welterbeliste auf, nachdem das Land seit 2021 an der internationalen Nominierung gearbeitet hatte.
Die Siedlung wird damit siebter Bestandteil der Welterbestätte „Siedlungen der Berliner Moderne“.
Fast 2.000 Wohnungen
Die auch als Onkel-Tom-Siedlung bekannte Anlage entstand zwischen 1926 und 1932.
Sie umfasst 1.917 Wohneinheiten. Davon liegen 1.108 in Mehrfamilienhäusern, weitere 809 sind Einfamilienhäuser.
Zu den beteiligten Architekten gehörten Bruno Taut, Hugo Häring und Otto Rudolph Salvisberg.
Wohnen bleibt unverändert
Der neue Welterbestatus hat nach Angaben des Landesdenkmalamtes keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Alltag der Bewohner.
Ein Managementplan soll sicherstellen, dass die Bewohnerschaft auch künftig in Fragen zur Entwicklung und zum Schutz des Ensembles eingebunden bleibt.
Festival Ende August
Vom 27. bis 30. August richtet das Landesdenkmalamt ein Festival in der Waldsiedlung aus.
Anlass sind sowohl die UNESCO-Aufnahme als auch der 100. Jahrestag der Grundsteinlegung.
Damit wird eine Siedlung ausgezeichnet, deren ursprüngliches Ziel bis heute aktuell klingt: bezahlbares Wohnen mit Licht, Luft, Grünflächen und guter Verkehrsanbindung.
Quelle:
Landesdenkmalamt Berlin und UNESCO-Welterbekomitee.