Mit Fotografie, Collage und Skulptur eröffnet die Kunstremise Beelitz am 15. August ihre 13. Ausstellung seit der Landesgartenschau. Unter dem Titel „drei x drei“ werden Arbeiten von Matthias Seldte, Manfred Pietsch und Jose Nuevo zusammengeführt. Die Vernissage beginnt um 15 Uhr, anschließend ist die Schau bis zum 13. September jeweils donnerstags bis sonntags geöffnet.

Der Titel folgt einem dreifachen Prinzip

„Drei x drei“ verweist sowohl auf die Zahl der beteiligten Künstler als auch auf ihre unterschiedlichen Techniken und Arbeitsweisen. Statt eine gemeinsame Formensprache vorzugeben, stellt die Ausstellung drei eigenständige

Positionen nebeneinander. Verbunden sind sie durch den Umgang mit bereits vorhandenen Situationen, Materialien und Eindrücken. Aus diesen Ausgangspunkten entstehen neue Bild- und Objektwelten. Konstruktion und Dekonstruktion spielen dabei eine zentrale Rolle. Für Besucher ergibt sich die Möglichkeit, ähnliche künstlerische Fragen in Fotografie, Collage und Skulptur miteinander zu vergleichen.

Matthias Seldte verändert fotografische Wirklichkeit

Matthias Seldte arbeitet mit real vorgefundenen Motiven. Seine Erfahrung als Kameramann prägt einen Blick, der sich auf wesentliche Formen und Strukturen konzentriert. Durch unterschiedliche Belichtungszeiten und digitale Bearbeitung löst er die Aufnahmen teilweise von ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild. So entstehen rhythmische Flächen und großformatige Fotografien, die nicht nur dokumentieren, sondern neue visuelle Räume öffnen. Die Ausstellung zeigt damit, wie stark technische Entscheidungen und die Auswahl eines Ausschnitts beeinflussen, was Betrachter in einem scheinbar bekannten Motiv erkennen.

Collagen bewahren spontane Auslöser

Manfred Pietsch beschäftigte sich seit den frühen 1960er-Jahren kontinuierlich mit Collagen. Bis zu seinem Tod im Jahr 2015 entstanden Arbeiten, die je nach Stimmung streng aufgebaut oder bewusst frei komponiert wurden. Häufig gaben alltägliche Fundstücke den Anstoß: eine Verpackung, eine Eintrittskarte oder ein anderer unscheinbarer Gegenstand konnte zum Ausgangspunkt eines neuen Bildes werden. Seine vielfältige Formensprache steht zugleich in einer größeren Tradition der Collage. In Beelitz werden die Arbeiten nicht isoliert präsentiert, sondern treten in einen Dialog mit Fotografie und plastischer Gestaltung.

Jose Nuevo formt Stein und Metall

Jose Nuevo ist im Beelitzer Stadtbild bereits mit Skulpturen vertreten, unter anderem im Stadtpark und in der Dorfkirche Salzbrunn. Für „drei x drei“ werden überwiegend formal aufgebaute Arbeiten gezeigt. Klare Linien und eine Reduktion auf wesentliche Formen treffen dabei auf spielerische und lyrische Elemente. Nuevo nutzt unterschiedliche Materialien wie Stein und Metall und gibt ihnen durch Bearbeitung neue Zusammenhänge. Die Ausstellung ist nach der Vernissage donnerstags bis sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der letzte Ausstellungstag ist der 13. September.

Quellen

Stadt Beelitz / Künstlernetzwerk Beelitz: Herzlich Willkommen zur Ausstellung #13 drei x drei!