Anklam lässt sich an diesem sonnigen Sonntag wie ein Freilichtmuseum erkunden. Die Hansestadt hat ihre wichtigsten historischen Orte in drei unterschiedlichen Stadtrouten zusammengefasst, die Besucher auf eigene Faust ablaufen können.
Die Stadt unterscheidet zwischen einer Route durch das Zentrum, einer zentrumsnahen Strecke und einer größeren Stadtroute.
Backsteingotik prägt das historische Zentrum
Anklam gehört zur Europäischen Route der Backsteingotik.
Kirchen, Tore und andere historische Bauwerke erinnern daran, wie bedeutend die Hansestadt im Mittelalter war.
Backstein war in Norddeutschland über Jahrhunderte eines der wichtigsten Baumaterialien für repräsentative Gebäude.
Stadtgeschichte endet nicht im Mittelalter
Die größere Stadtroute führt auch zu Orten jüngerer Geschichte.
Dazu gehört das Otto-Lilienthal-Museum in der Ellbogenstraße.
Die Stadt erinnert dort an den in Anklam geborenen Flugpionier, dem 1891 die ersten wiederholbar sicheren Gleitflüge gelangen.
Hoher Stein erinnert an Verteidigung der Stadt
Ein weiterer Punkt der Route ist der Hohe Stein.
Der Wachturm wurde nach Angaben der Stadt um 1458 errichtet und war Bestandteil der mittelalterlichen Landwehr. Von dort sollten herannahende Angreifer frühzeitig erkannt werden.
Damit erzählt der Rundgang nicht nur von Kirchen und Kaufleuten, sondern auch davon, wie sich Anklam schützen musste.
Rundgang funktioniert unabhängig von Öffnungszeiten
Gerade an einem Sonntag hat dieses touristische Konzept einen Vorteil.
Viele Stationen können von außen jederzeit besichtigt werden.
Besucher sind dadurch nicht vollständig von Museums- oder Verwaltungsöffnungszeiten abhängig.
Bei Temperaturen bis zu rund 29 Grad empfiehlt sich heute allerdings, längere Strecken eher am Vormittag oder späteren Nachmittag zurückzulegen.
Quellen
Hansestadt Anklam – Europäische Route der Backsteingotik und Stadtrundgänge
Hansestadt Anklam – Stadtroute und historische Stationen