Robert und Clara Schumann pflegten zahlreiche Kontakte zu jüdischen Künstlern und Intellektuellen. Ab 23. August macht eine neue Sonderausstellung im Robert-Schumann-Haus diese Beziehungen anhand originaler Dokumente und historischer Bestände sichtbar.
Die Ausstellung „Die Schumanns und das Judentum“ wird am 23. August um 16 Uhr eröffnet und läuft bis zum 22. November. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei.
Erste Schumann-Komposition war Psalmvertonung
Bereits Schumanns früheste bekannte Komposition beschäftigt sich mit einem biblischen Text.
Es handelt sich um eine Vertonung des 150. Psalms.
Das Museum nutzt diesen Ausgangspunkt, um die religiösen und kulturellen Bezüge im Leben des Komponisten näher zu untersuchen.
Jüdische Freunde gehörten zum Umfeld
Im 19. Jahrhundert standen Robert und Clara Schumann mit zahlreichen jüdischen Künstlern und Bekannten in Verbindung.
Briefe und Tagebücher dokumentieren diese persönlichen Kontakte.
Dadurch lässt sich Musikgeschichte zugleich als Gesellschaftsgeschichte erzählen.
Wertvolle Bestände aus Schumanns Bibliothek
Zu den besonderen Exponaten gehören historische Musikalien.
Schumann besaß unter anderem Psalmvertonungen von Benedetto Marcello, die teilweise auf hebräische Intonationen zurückgehen.
Auch Werke des jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn gelangten aus Schumanns Nachlass in das Zwickauer Museum.
Themenjahr „Tacheles“
Die Ausstellung ist Teil des sächsischen Themenjahres „Tacheles 2026 – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“.
Zwickau beteiligt sich mit mehreren unterschiedlichen Veranstaltungen.
Damit sollen nicht allein Verfolgung und Holocaust thematisiert werden, sondern auch jüdisches Alltags-, Kultur- und Geistesleben.
Ausstellung läuft drei Monate
Nach der Eröffnung bleibt die Schau bis 22. November geöffnet.
Damit können Besucher über den gesamten Herbst hinweg die Sonderausstellung besuchen.
Quellen
Robert-Schumann-Haus Zwickau: „Die Schumanns und das Judentum“, Sonderausstellung vom 23. August bis 22. November 2026
Stadt Zwickau: Veranstaltungsinformationen zur Ausstellungseröffnung