Wirtschaft

Autoproduktion und Batteriefertigung werden ausgebaut

Tesla plant 3.500 zusätzliche Arbeitsplätze in Grünheide

Tesla will sein Werk im brandenburgischen Grünheide deutlich erweitern. Insgesamt spricht das Unternehmen von bis zu 3.500 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Die wöchentliche Produktion des Model Y soll ab Oktober auf 7.500 Fahrzeuge steigen. Außerdem investiert Tesla in eine vollständige Batteriezellfertigung.

Brandenburg

Verbände kritisieren zahlreiche Ausnahmen

Bürokratieabbau oder Mogelpackung? Wirtschaft kritisiert neues Gesetz in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern verspricht Unternehmen schnellere Genehmigungen und weniger Papierarbeit. Wirtschaftsverbände begrüßen zwar die Richtung des neuen Bürokratieentlastungsgesetzes, halten die Wirkung aber für zu gering. Besonders die angekündigte Genehmigungsfiktion werde durch zahlreiche Ausnahmen weitgehend entkräftet.

Mecklenburg-Vorpommern

Investition in Thüringens Photonikstandort

Jenoptik baut Halbleiteroptik-Produktion in Jena aus

Jenoptik will am Standort Jena-Göschwitz eine leer stehende Halle zu einer modernen Fertigung für hochwertige Halbleiteroptiken umbauen. Das Unternehmen investiert einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Rund 50 zusätzliche Arbeitsplätze sollen entstehen, die Produktion ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen.

Jena

Medizintechnikkonzern startet umfassendes Sparprogramm

Bis zu 1.000 Stellen betroffen: Carl Zeiss Meditec steht vor tiefem Umbau

Carl Zeiss Meditec reagiert auf schwache Geschäfte in China und den USA mit einem umfassenden Sparprogramm. Innerhalb von drei Jahren könnten weltweit bis zu 1.000 Arbeitsplätze betroffen sein. Wie viele Stellen am Unternehmenssitz Jena wegfallen, steht noch nicht fest. Für Thüringen ist die Entwicklung dennoch ein ernstes Warnsignal.

Jena

Bundesrat bestätigt neues Versorgungsgesetz

Neue Gaskraftwerke: Osten sichert sich ein Drittel der Zuschläge

Der Bundesrat hat das Gesetz zum Bau neuer steuerbarer Kraftwerke bestätigt. Nach massiver Kritik am sogenannten Südbonus muss zunächst ein Drittel der ausgeschriebenen Kapazitäten in Nord- und Ostdeutschland vergeben werden. Damit steigen die Chancen für die Lausitz und traditionsreiche Energiestandorte wie Schwarze Pumpe.

Brandenburg

ADAC kritisiert Preisaufschläge zum Ferienverkehr

Spritpreise in Sachsen und Thüringen besonders hoch – Pendler im Osten zahlen drauf

Sachsen und Thüringen gehörten am Donnerstag bei Super E10 zu den teuersten Bundesländern Deutschlands. Der ADAC hält den gestiegenen Ölpreis allein nicht für eine ausreichende Erklärung. Besonders hart trifft die Entwicklung Pendler und Familien in ländlichen Regionen, die täglich auf das Auto angewiesen sind.

Thüringen

Stralsund baut wieder Schiffe: Vier Marineboote entstehen an der Ostsee

Neue Aufträge für das frühere Volkswerftgelände

Der Schiffbauer Fassmer wird auf dem früheren Volkswerftgelände in Stralsund die Rümpfe von vier neuen Ausbildungsbooten für die Deutsche Marine fertigen. Der Baustart ist für Herbst 2026 vorgesehen. Dafür will das Unternehmen weitere Beschäftigte einstellen und den jungen Standort an der Ostsee ausbauen.

Stralsund

Rückschlag für den Strukturwandel in der Lausitz

Nach nur zwei Jahren: VTG schließt neues Güterwagenwerk in Großräschen

Das erst im April 2024 eröffnete Instandhaltungswerk für Güterwagen in Großräschen soll zum Jahresende 2026 schließen. Alle 33 Arbeitsplätze am Standort sind betroffen. Für die Lausitz ist das ein empfindlicher Rückschlag: Ausgerechnet eine moderne Bahninvestition übersteht nicht einmal drei Betriebsjahre.

Brandenburg

Flächendruck bedroht Produktion und Handwerk

Berlin will Gewerbegebiete sichern – 190 Hektar Wirtschaftsfläche gingen verloren

Berlin reagiert auf den zunehmenden Druck auf seine Gewerbe- und Industrieflächen. Zwischen 2015 und 2021 wurden rund 190 Hektar gewerblicher Bauflächen umgewandelt. Eine neue Initiative soll bestehende Standorte sichern, Infrastruktur verbessern und produzierende Unternehmen stärker vor Verdrängung schützen.

Berlin

Milliardenauftrag für die Hauptstadtregion

Berlin bekommt 350 neue S-Bahn-Züge – Produktion sichert Tausende Arbeitsplätze

Nach jahrelangem Vergabestreit ist der Weg für die umfassende Erneuerung der Berliner S-Bahn-Flotte frei. Ein Konsortium aus S-Bahn Berlin, Stadler und Siemens Mobility liefert 350 neue Züge mit insgesamt 1.400 Wagen. Die Fahrzeuge werden in Berlin gebaut und sollen ab 2032 schrittweise in Betrieb gehen.

Berlin

Tarifdurchbruch bei Lebensmittelwerken der Schwarz-Gruppe

Bis zu 1.000 Euro mehr im Monat: Ost-Beschäftigte erkämpfen sich endlich Westlöhne

Nach monatelangen Verhandlungen und mehreren Warnstreiks steht der Fahrplan zur Lohnangleichung: Rund 1.700 Beschäftigte von MEG, Bonback und Bon Pasta sollen bis 2031 das niedersächsische Tarifniveau erreichen. Für Fachkräfte kann das langfristig rund 1.000 Euro mehr brutto im Monat bedeuten. Schon 2026 steigen die Entgelte um insgesamt 5,75 Prozent.

Sachsen-Anhalt

Polnisches Gericht beendet jahrelangen Rechtsstreit

Turów darf bis 2044 weiterbaggern: Das Urteil trifft die Oberlausitz unmittelbar

Der Braunkohletagebau Turów darf bis April 2044 weiterbetrieben werden. Polens Oberstes Verwaltungsgericht hat Beschwerden von Umweltorganisationen aus Deutschland, Polen und Tschechien endgültig abgewiesen. Für Zittau und die Oberlausitz bleiben Sorgen um Grundwasser und mögliche Gebäudeschäden – während Polen auf Arbeitsplätze und Versorgungssicherheit verweist.

Sachsen

Betriebe suchen Nachwuchs – Jugendliche finden trotzdem keinen passenden Platz

Tausende Lehrstellen bleiben frei: Warum Ostdeutschlands Ausbildungsmarkt nicht zusammenfindet

In Thüringen stehen 4.226 freien Ausbildungsplätzen noch 3.099 unversorgte Bewerber gegenüber. Besonders viele Stellen gibt es im Verkauf, in der Logistik und im Maschinenbau. Gleichzeitig konkurrieren Jugendliche um wenige begehrte Berufe. Das Problem ist nicht nur fehlender Nachwuchs, sondern ein tiefes Missverhältnis zwischen Wohnort, Berufswunsch und betrieblichen Anforderungen.

Ostregion

Vier Berufsschulen entwickeln gemeinsamen Gastronomie-Lehrplan

Kochen ohne Grenzen: Wolgaster Azubis lernen gemeinsam mit polnischen Berufsschülern

Zwei deutsche und zwei polnische Berufsschulen arbeiten an einer grenzüberschreitenden Gastronomieausbildung. Das Projekt „Cooking into the future“ verbindet regionale Küche mit modernen Techniken wie Sous-vide, Barista-Handwerk und Pralinenherstellung. Bis 2028 stehen knapp 1,3 Millionen Euro zur Verfügung – mit einem klaren Ziel: mehr gut ausgebildete Fachkräfte für Vorpommerns Gastronomie.

Wolgast

Beschäftigte erhalten zusätzlich 600 Euro Einmalzahlung

Mehr Lohn für 12.000 Metallhandwerker: Tarifabschluss bringt 3,85 Prozent Plus

Rund 12.000 Beschäftigte im Metallhandwerk in Berlin und Brandenburg bekommen rückwirkend zum 1. Juli 2026 mehr Geld. Die Entgelte steigen um 3,85 Prozent, hinzu kommen Einmalzahlungen und höhere Ausbildungsvergütungen. Der Abschluss stärkt Fachkräfte und Lehrlinge – stellt kleinere Handwerksbetriebe angesichts hoher Kosten jedoch vor neue Herausforderungen.

Brandenburg

Nur 18,5 Prozent der Neuwagen fahren ausschließlich mit Strom

Elektroautos bleiben in Sachsen-Anhalt Ladenhüter: Warum der Osten beim Umstieg zögert

Deutschlands Elektroautomarkt wächst kräftig – Sachsen-Anhalt bleibt jedoch zurück. Von Januar bis Juni wurden im Land nur 4.331 reine Elektroautos neu zugelassen. Hohe Kaufpreise, unsichere Restwerte und fehlende Lademöglichkeiten auf dem Land bremsen den Umstieg. Die Zahlen zeigen vor allem: Eine Verkehrswende, die für Großstädte geplant wird, überzeugt die Menschen zwischen Altmark, Harz und Burgenlandkreis noch lange nicht.

Sachsen-Anhalt

Konsequenz aus schwerem Rollsteig-Unfall

Kaufland will Dresdens Otto-Dix-Center übernehmen und grundlegend sanieren

Seit Februar steht das Otto-Dix-Center in Dresden-Strehlen weitgehend still. Nun will Kaufland nicht länger auf den bisherigen Eigentümer warten: Der Handelskonzern plant die Übernahme des gesamten Einkaufszentrums und eine umfassende Modernisierung. Damit sollen 75 Arbeitsplätze, die übrigen Geschäfte und ein wichtiger Versorgungsstandort im Dresdner Südosten gerettet werden.

Dresden

Mehr als 90 Vorhaben warten auf ihre Umsetzung

600 Millionen Euro für Thüringens Kasernen: Neue Bauabteilung soll jahrelangen Rückstand aufholen

Neue Unterkünfte, Panzerhallen, Materiallager und Ausbildungsanlagen: Bis 2035 will die Bundeswehr mehr als 600 Millionen Euro in Thüringen investieren. Weil die Bauverwaltung mit den Planungen seit Jahren hinterherhinkt, übernimmt nun eine eigens geschaffene Fachabteilung mit mehr als 120 Beschäftigten. Für den Freistaat geht es um weit mehr als Kasernen – es geht um Aufträge, Arbeitsplätze und die Frage, ob der Staat noch schnell bauen kann.

Thüringen

Hauptstadt kassiert 4,4 Millionen Euro mehr als im Vorjahr

37,9 Millionen Euro durch Blitzer: Berlin wird Deutschlands Nummer zwei

Berlin hat 2025 fast 38 Millionen Euro durch Tempo- und Rotlichtverstöße eingenommen. Nur Hamburg kassierte bundesweit mehr. Auch Brandenburg an der Havel gehört mit 1,2 Millionen Euro zu den sogenannten Blitzermillionären. Die Zahlen zeigen allerdings nicht nur, wie lukrativ Verkehrsverstöße für Kommunen sind – sondern auch, wie häufig Fahrer Regeln ignorieren.

Brandenburg an der Havel

Rettung nach Insolvenz – doch Verdi warnt vor schlechteren Bedingungen

Türkischer Klinikkonzern übernimmt Jüdisches Krankenhaus Berlin

Das insolvente Jüdische Krankenhaus Berlin bekommt einen neuen Eigentümer. Die türkische Medicana Health Group übernimmt das 270 Jahre alte Traditionshaus in Gesundbrunnen und verspricht, alle Arbeitsplätze, medizinischen Angebote und die jüdische Identität zu erhalten. Die Gewerkschaft Verdi bleibt skeptisch.

Berlin

Neue Wirtschaftsstrategie für die Hauptstadtregion

InnoBB 2035: Berlin und Brandenburg versprechen Innovation – Gründer warnen vor Bürokratie

Berlin und Brandenburg wollen mit der neuen Strategie „InnoBB 2035“ zu einer führenden Innovationsregion Europas werden. Gefördert werden sollen unter anderem künstliche Intelligenz, moderne Mobilität, Energietechnik und Gesundheitswirtschaft. Unternehmer warnen jedoch: Nicht fehlende Ideen, sondern langsame Behörden, verzögerte Fördergelder und langwierige Verfahren bremsen den Standort.

Brandenburg

Rekord bei Patienten, Millionenverlust in der Kasse: Unimedizin Greifswald gerät unter Druck

Vorpommerns größtes Krankenhaus schreibt erneut rote Zahlen

Die Universitätsmedizin Greifswald behandelt so viele Menschen wie nie zuvor, baut ihr medizinisches Angebot aus und wirbt Rekordsummen für die Forschung ein. Wirtschaftlich bleibt die Lage dennoch angespannt: Nach einem Verlust von 9,8 Millionen Euro im Jahr 2025 erwartet das Klinikum auch 2026 ein Millionendefizit.

Greifswald