An warmen Sommertagen gehört die Seebadeanstalt am Straussee zu den beliebtesten Orten der Stadt. Gerade deshalb richten Stadt und Bädergesellschaft aktuell einen deutlichen Appell an Eltern: Die anwesenden Rettungsschwimmer übernehmen nicht die individuelle Aufsicht über einzelne Kinder.

Die Rettungskräfte beobachten den gesamten Badebereich.

Sie müssen mögliche Gefahrensituationen erkennen, Erste Hilfe leisten und bei schweren Notfällen Rettungsdienst oder weitere Einsatzkräfte alarmieren.

Eine permanente Einzelbeobachtung eines Kindes ist dabei nicht möglich.

Ertrinken geschieht häufig lautlos

Besonders gefährlich ist die falsche Vorstellung, ein Kind würde bei einem Badeunfall automatisch laut um Hilfe rufen.

Nach Angaben der Stadt verlaufen Ertrinkungsunfälle bei Kindern häufig leise.

Gerät ein Kind in Panik, kann es innerhalb kurzer Zeit die Fähigkeit verlieren, auf sich aufmerksam zu machen.

Deshalb reicht es nicht, sich lediglich darauf zu verlassen, dass Rettungsschwimmer einen Notfall rechtzeitig bemerken.

Bronze-Abzeichen als Mindestvoraussetzung

Die Stadt empfiehlt, Kinder erst dann ohne erwachsene Begleitung in die Seebadeanstalt zu schicken, wenn sie mindestens das Schwimmabzeichen Bronze besitzen und dieses auch nachweisen können.

Das Bronze-Abzeichen bestätigt grundlegende Schwimmfähigkeiten, bedeutet jedoch ebenfalls nicht, dass ein Badeunfall ausgeschlossen ist.

Wassertemperatur, Erschöpfung oder Selbstüberschätzung können auch bei geübteren Kindern eine Rolle spielen.

Seebadeanstalt stark frequentiert

Die historische Badeanstalt gehört seit mehr als 100 Jahren zum Strausberger Stadtbild.

Sie besitzt einen rund 50 Meter langen Sandstrand und mehrere Liegebereiche.

Gerade an gut besuchten Tagen müssen Rettungsschwimmer deshalb gleichzeitig sehr viele Menschen im Blick behalten.

Die wichtigste Sicherheitsregel bleibt deshalb einfach: Kleine und unsichere Kinder gehören am Wasser in unmittelbare Reichweite einer verantwortlichen Begleitperson.

Quellen

Stadt Strausberg – Rettungsschwimmer und Eltern tragen gemeinsam zur Sicherheit in der Seebadeanstalt bei.

FTG Strausberger Bäder GmbH.