Der Wasserstand der Talsperre Spremberg wurde seit Anfang Juni gezielt abgesenkt. Seit Anfang August soll er höchstens 90 Meter über Normalhöhennull betragen, weil das Landesamt für Umwelt Arbeiten an der wasserseitigen Böschung des Staudamms vorbereitet.
Staudamm soll von Bewuchs befreit werden
Wie die Stadt Spremberg unter Berufung auf das Landesamt für Umwelt mitteilt, muss der Bewuchs auf der wasserseitigen Steinschüttung behandelt werden. Hintergrund ist die Sicherheit des Dammbauwerks.
Wurzeln können in Bereiche der inneren Abdichtung hineinwachsen. Frühere mechanische und thermische Verfahren hätten nach Angaben der Behörde nicht den gewünschten dauerhaften Erfolg gebracht. Die Arbeiten sind deshalb für August vorgesehen.
Wasserstand wurde schrittweise abgesenkt
Die aktive Absenkung begann bei einem Stand von rund 92,08 Metern. Im Durchschnitt sank der Pegel anschließend um etwa 3,5 Zentimeter pro Tag.
Damit die notwendigen Abstände zum Wasser eingehalten werden können, soll der Stand während der Behandlung höchstens 90 Meter betragen. Zwischenzeitlich ist nach Angaben der Stadt sogar eine Absenkung auf etwa 89,7 Meter möglich.
Niedriger Pegel ist kein technischer Notfall
Die Talsperre wird damit bewusst außerhalb des häufig wahrgenommenen sommerlichen Wasserstandes betrieben. Die Absenkung dient einer geplanten Unterhaltungsmaßnahme und ist nicht als Hinweis auf einen unkontrollierten Wasserverlust zu verstehen.
Wie schnell anschließend wieder angestaut werden kann, hängt unter anderem von Wasserführung und Witterung ab. Besucher am Stausee müssen deshalb im August weiterhin mit deutlich sichtbaren Uferbereichen rechnen.
Quelle: Stadt Spremberg/Grodk, Landesamt für Umwelt Brandenburg