Am ersten Augustwochenende wird die Lausitz gleich an zwei Orten zur großen Veranstaltungsregion. Am Senftenberger Stadthafen steigt am 1. und 2. August 2026 das Hafenfest unter dem Motto „5 Seen. Ein Fest.“. Gleichzeitig treffen sich vom 30. Juli bis 2. August Fans japanischer und anderer asiatischer Fahrzeuge beim Reisbrennen auf dem DEKRA Lausitzring in Klettwitz.

Beide Veranstaltungen ziehen viele Besucher aus der Region und darüber hinaus an. Während am Senftenberger See Live-Musik, Hafenatmosphäre und Familienangebote im Mittelpunkt stehen, bestimmen auf dem Lausitzring Motorsport, Tuning und Partys das Programm.

Die Sana Kliniken Niederlausitz bereiten sich deshalb auf ein erhöhtes Besucheraufkommen vor. Die Zentralen Notaufnahmen in Senftenberg und Lauchhammer sind rund um die Uhr einsatzbereit. Gleichzeitig appellieren die Mediziner an die Besucher, vermeidbare Gesundheitsrisiken ernst zu nehmen.

Warmes und wechselhaftes Wetter belastet den Kreislauf

Für das Veranstaltungswochenende wird warmes, aber wechselhaftes Sommerwetter erwartet. Temperaturschwankungen, längeres Stehen, wenig Schlaf, körperliche Belastung und Alkohol können den Kreislauf zusätzlich belasten.

Nach Erfahrung der Notaufnahmen treten bei Großveranstaltungen besonders häufig Kreislaufprobleme, Flüssigkeitsmangel und Verletzungen nach Stürzen auf. Dazu kommen Insektenstiche, allergische Reaktionen und Beschwerden infolge eines übermäßigen Alkoholkonsums.

Besucher sollten deshalb regelmäßig Wasser oder ungesüßte Getränke trinken. Sie sollten nicht erst warten, bis ein deutliches Durstgefühl einsetzt. Alkoholische Getränke sollten nur maßvoll konsumiert und immer wieder durch alkoholfreie Getränke ergänzt werden.

Leichte Kleidung, eine Kopfbedeckung und ausreichender Sonnenschutz gehören ebenfalls zur Vorbereitung. Wer Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder eine ungewöhnlich starke Erschöpfung bemerkt, sollte eine Pause einlegen und frühzeitig Unterstützung suchen.

Festes Schuhwerk schützt vor Stürzen

Neben Wärme können auch Regenschauer und rutschige Wege zu Problemen führen. Gerade auf größeren Veranstaltungsgeländen nehmen die Notaufnahmen regelmäßig Patienten mit Prellungen, Verstauchungen oder Knochenbrüchen auf.

Die Kliniken empfehlen deshalb festes und bequemes Schuhwerk. Besucher sollten außerdem aufmerksam auf unebene Wege, Kabelabdeckungen und nasse Flächen achten.

Bei aufziehenden Gewittern sollten freie Flächen, Uferbereiche und das Wasser verlassen werden. Maßgeblich sind die Hinweise der Veranstalter und Sicherheitskräfte.

Nach Alkohol nicht mehr schwimmen

Beim Hafenfest spielt auch die Nähe zum Senftenberger See eine wichtige Rolle. Die Sana Kliniken warnen ausdrücklich davor, nach dem Konsum von Alkohol schwimmen zu gehen.

Alkohol beeinträchtigt Reaktionsvermögen, Koordination und Risikoeinschätzung. Selbst geübte Schwimmer können dadurch in gefährliche Situationen geraten.

Kinder sollten in Wassernähe niemals unbeaufsichtigt bleiben. Auch bei Veranstaltungen mit vielen Menschen kann ein kurzer Moment der Unachtsamkeit ausreichen, damit ein Kind aus dem Blickfeld gerät.

Sicherer Heimweg gehört zum gelungenen Wochenende

Die Kliniken weisen außerdem auf die Bedeutung eines sicheren Heimwegs hin. Wer selbst fährt, darf keinen Alkohol trinken.

Nach einem langen Veranstaltungstag können auch Müdigkeit und Erschöpfung die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinträchtigen. Wer sich nicht mehr sicher fühlt, sollte das Auto stehen lassen und eine andere Möglichkeit für den Heimweg nutzen.

Gerade Besucher des Reisbrennens sollten ausreichend Pausen einplanen, bevor sie nach einem langen Tag auf dem Lausitzring eine längere Strecke zurücklegen.

Notaufnahmen sind jederzeit aufnahmebereit

Sollte trotz aller Vorsicht schnelle medizinische Hilfe notwendig werden, stehen die Zentralen Notaufnahmen der Sana Kliniken Niederlausitz an den Standorten Senftenberg und Lauchhammer rund um die Uhr zur Verfügung.

Dr. Volkmar Hanisch, Ärztlicher Direktor und Chefarzt des Zentrums für Intensiv- und Notfallmedizin, erklärt, dass beide Notaufnahmen jederzeit auf Patienten vorbereitet seien, die dringend medizinische oder pflegerische Hilfe benötigen.

Zusätzliche Ausrüstung müsse für das Veranstaltungswochenende nicht bereitgestellt werden. Die Notaufnahmen seien grundsätzlich so ausgestattet, dass sie jederzeit auf unterschiedliche Notfälle reagieren könnten.

Die Einrichtungen sind an allen 365 Tagen des Jahres rund um die Uhr besetzt.

Rettungsdienst und Kliniken arbeiten eng zusammen

Die regionale Notfallversorgung beginnt bereits auf dem Veranstaltungsgelände. Dort übernehmen Sanitätsdienste die erste Einschätzung und Versorgung.

Ist eine weiterführende Behandlung notwendig, greifen Sanitätsdienst, Rettungsdienst, Rettungswagen oder Rettungshubschrauber und die Kliniken ineinander.

Patienten mit schweren Verletzungen, einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder anderen akuten Krankheitsbildern können aus der Notaufnahme unmittelbar in die erforderlichen Fachbereiche übernommen werden.

Diese enge Verzahnung soll vermeiden, dass bei schweren Notfällen unnötig Zeit verloren geht.

Nicht jede Beschwerde gehört in die Notaufnahme

Die Sana Kliniken weisen zugleich darauf hin, dass nicht jede Erkrankung oder kleinere Verletzung ein Fall für die Zentrale Notaufnahme ist.

Bei leichten Verletzungen oder plötzlich auftretenden Beschwerden sollten Besucher zunächst den Sanitätsdienst auf dem Veranstaltungsgelände aufsuchen. Die Helfer können die Situation einschätzen, erste Hilfe leisten und bei Bedarf weitere medizinische Unterstützung veranlassen.

Für akute, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden ist am Samstag und Sonntag jeweils von 9 bis 15 Uhr die Ärztliche Bereitschaftspraxis am Krankenhausstandort Senftenberg geöffnet.

Außerhalb dieser Zeiten hilft der Ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117. Er ist für Beschwerden zuständig, die nicht bis zur nächsten regulären Sprechstunde warten können, aber keine unmittelbare Lebensgefahr darstellen.

In diesen Fällen sofort 112 wählen

Bei schweren oder lebensbedrohlichen Notfällen muss unverzüglich der Notruf 112 gewählt werden.

Dazu gehören insbesondere:

  • Bewusstlosigkeit,
  • starke Brustschmerzen,
  • schwere Atemnot,
  • Anzeichen eines Schlaganfalls,
  • schwere Verletzungen,
  • ausgeprägte allergische Reaktionen.

In diesen Fällen zählt jede Minute. Betroffene oder Begleitpersonen sollten nicht selbst zur Klinik fahren, sondern den Rettungsdienst alarmieren.

Appell an die Eigenverantwortung

Dr. Volkmar Hanisch wünscht allen Besuchern ein unbeschwertes Veranstaltungswochenende. Zugleich appelliert er daran, sich so zu verhalten, dass weder die eigene Gesundheit noch andere Menschen gefährdet werden.

Die Notaufnahme sei in erster Linie für lebensbedrohliche Fälle vorgesehen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol, Hitze, Müdigkeit und den Gefahren am Wasser könne dazu beitragen, viele medizinische Zwischenfälle zu vermeiden.

Die wichtigsten Hinweise im Überblick

Besucher sollten regelmäßig Wasser trinken, Pausen im Schatten einlegen und sich vor Sonne schützen. Alkohol sollte nur maßvoll konsumiert werden.

Festes Schuhwerk verringert die Sturzgefahr. Bei Gewitter müssen Wasser, freie Uferflächen und ungeschützte Bereiche verlassen werden.

Nach Alkoholkonsum darf nicht mehr geschwommen oder Auto gefahren werden. Kinder müssen am Wasser durchgehend beaufsichtigt werden.

Bei kleineren Beschwerden ist zunächst der Sanitätsdienst zuständig. Die Telefonnummer 116117 hilft bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen. In akuten Notfällen gilt die 112.

Quelle

Pressemitteilung der Sana Kliniken Niederlausitz zum Senftenberger Hafenfest und zum Reisbrennen auf dem DEKRA Lausitzring.

Weitere Informationen:
https://www.sana.de/newsroom/zwischen-hafenbuehne-und-rennstrecke/