Politische Gespräche, französische Kultur und persönliche Begegnungen verbinden sich Anfang September zu einem offenen Abend in der Schweriner Schelfstadt. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Werte Deutschland und Frankreich als demokratische Gesellschaften miteinander teilen.
Die Volkshochschule Schwerin lädt am Freitag, dem 4. September 2026, unter dem Motto „Schwerin und Frankreich – Ein Fest der Demokratie“ zur „Langen Nacht der Volkshochschule“ ein. Das Programm beginnt um 16 Uhr im Bildungshaus in der Puschkinstraße 13.
Der Eintritt zu sämtlichen Angeboten ist frei. Lediglich für das einleitende Dialogforum wird um eine vorherige Anmeldung gebeten.
Bürger sprechen über ihre Erwartungen vor der Landtagswahl
Den Auftakt bildet um 16 Uhr das Dialogforum „Sprechen und Zuhören“. In moderierten Gesprächsrunden beschäftigen sich die Teilnehmer mit der Frage: „Wie geht es mir vor der Landtagswahl?“
Das Format soll Bürgern Gelegenheit geben, persönliche Erwartungen, Sorgen und Einschätzungen auszusprechen. Dabei steht nicht die klassische politische Debatte im Vordergrund, sondern das gegenseitige Zuhören.
Zur Begrüßung ist eine Videobotschaft des deutsch-französischen Kabarettisten und NDR-Moderators ALFONS vorgesehen.
Nadia Pantel liest aus „Das Camembert-Diagramm“
Ab 18 Uhr stellt die SPIEGEL-Reporterin Nadia Pantel ihr Buch „Das Camembert-Diagramm“ vor.
Im anschließenden Gespräch mit dem Journalisten und früheren ARD-Korrespondenten Norbert Carius geht es um Frankreich, gesellschaftliche Eigenheiten und die Wahrnehmung des Nachbarlandes.
Die Lesung verbindet literarische Beobachtungen mit einer journalistischen Betrachtung der französischen Gesellschaft und der deutsch-französischen Beziehungen.
Vorträge beleuchten historische Beziehungen
Im weiteren Verlauf des Abends richten zwei Vorträge den Blick auf die historischen und kulturellen Verbindungen zwischen Mecklenburg und Frankreich.
Mathias Schott, Vorsitzender des Schweriner Schlossvereins, beschäftigt sich mit den Beziehungen Mecklenburgs zum westlichen Nachbarland.
Der Historiker und Stadtgeschichtsexperte Dr. Jakob Schwichtenberg widmet sich den Reiseberichten des Schweriner Schriftstellers und Journalisten David Russa. Der von 1810 bis 1869 lebende Autor hielt Eindrücke seiner Reisen fest und eröffnete damit zeitgenössische Perspektiven auf andere Länder und Kulturen.
Kneipenchor lädt auf dem Hof zum Mitsingen ein
Parallel zu den Vorträgen und Gesprächsformaten beginnt auf dem Hof der Volkshochschule das traditionelle Hoffest.
Der Kneipenchor des Vereins Brot.Lose.Kunst lädt die Besucher zum gemeinsamen Singen ein. Live-Musik begleitet den Abend und schafft Raum für Begegnungen in ungezwungener Atmosphäre.
Französische Spezialitäten sorgen für das passende kulinarische Angebot. Ergänzt wird das Programm durch französisches Kino.
Veranstaltung knüpft an erfolgreiche Ausgabe von 2025 an
Bereits im vergangenen Jahr stellte die Volkshochschule die Verbindung zwischen Schwerin und Frankreich in den Mittelpunkt ihrer Langen Nacht. Die damalige Ausgabe stand unter dem Thema „Schwerin und Frankreich – gestern und heute“.
Nach dem großen Zuspruch wird das Format 2026 fortgeführt. Diesmal liegt der Schwerpunkt stärker auf Demokratie, gesellschaftlichem Zusammenhalt und der Frage, was beide Länder politisch und kulturell verbindet.
Nur für das Dialogforum ist eine Anmeldung nötig
Die „Lange Nacht der Volkshochschule“ beginnt am 4. September um 16 Uhr in der Puschkinstraße 13 in Schwerin.
Der Eintritt ist frei. Für Lesung, Vorträge, Hoffest, Musik und Filmprogramm ist keine Anmeldung erforderlich.
Lediglich für das Dialogforum „Sprechen und Zuhören“ bittet die Volkshochschule um eine vorherige Registrierung. Das vollständige Programm und die Anmeldemöglichkeit stellt die Einrichtung unter dem Titel „Bonjour Schwerin!“ bereit.
Quellen
Landeshauptstadt Schwerin und Volkshochschule Schwerin: Pressemitteilung „Bonjour Schwerin in der langen Nacht der Volkshochschule – VHS lädt zum Fest der Demokratie und der deutsch-französischen Freundschaft“, veröffentlicht am 6. August 2026.