Für Eltern, Lehrer und Schüler bringt der neue Saalfelder Schulnetzplan eine wichtige Aussage: Alle Schulen in städtischer Trägerschaft sollen mindestens bis zum Schuljahr 2030/31 erhalten bleiben. Der Stadtrat hat das entsprechende Konzept Anfang Juli einstimmig beschlossen.
Damit verfügt die Stadt für die kommenden fünf Schuljahre über eine verbindliche Planungsgrundlage.
Schülerzahlen wurden für jede Schule untersucht
Der Schulnetzplan enthält nicht nur eine Liste vorhandener Einrichtungen.
Er umfasst Bestandsanalysen, Einzugsbereiche sowie Berechnungen zur erwarteten Entwicklung der Schülerzahlen. Für jede einzelne Schule wurden zusätzlich spezifische Hinweise aufgenommen.
Ziel ist ein möglichst wohnortnahes Bildungsangebot.
Besonderes Modell rettet Schmiedefeld
Eine besondere Lösung wurde für die Grundschule Schmiedefeld gefunden.
Stadt Saalfeld, Landkreis Sonneberg und Thüringer Bildungsministerium haben vereinbart, dass auch Kinder aus Lichte und Piesau die Schule künftig ohne gesonderten Gastschulantrag besuchen können.
Damit wird das Einzugsgebiet über die eigentliche kommunale Grenze hinaus erweitert.
Kleine Schulen brauchen ausreichend Kinder
Gerade in ländlichen Ortsteilen entscheidet die Entwicklung der Schülerzahlen häufig darüber, ob Standorte dauerhaft wirtschaftlich betrieben werden können.
Die Vereinbarung für Schmiedefeld zeigt, dass interkommunale Zusammenarbeit helfen kann, Schulstandorte zu stabilisieren.
Planungssicherheit auch für Investitionen
Der langfristige Bestand ist außerdem für Sanierungen und Erweiterungen entscheidend.
Kommunen können größere Investitionen besser vertreten, wenn klar ist, dass eine Schule über Jahre genutzt werden soll.
Mit dem Beschluss verbindet Saalfeld deshalb Bildungsplanung und kommunale Investitionssicherheit.
Quellen
Stadt Saalfeld/Saale – Schulnetzplan für die Schuljahre 2026/27 bis 2030/31 und Stadtratsbeschluss vom 1. Juli 2026.
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