Zwei Zeitkapseln wurden bei der Grundsteinlegung in der Baugrube verankert. Der 208-Millionen-Euro-Neubau entsteht am Bussebart, nachdem die Baugrube im Juni fertiggestellt worden war.

Zeitkapseln enthalten Wünsche und Baupläne

Die Zeitkapseln enthalten Tageszeitungen, Münzen, Baupläne und persönliche Botschaften von Rostocker Bürgern. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger und Theaterintendant Ralph Reichel nahmen an der Zeremonie teil.

Seit dem ersten Spatenstich sind mehr als zwei Jahre vergangen. Arbeiter räumten zunächst das Gelände, führten archäologische Untersuchungen durch und hoben knapp 100.000 Kubikmeter Erde aus.

Zwei Bühnen für vier Sparten

Der Neubau erhält zwei Bühnen sowie Bereiche für Gastronomie und Begegnungen. Schauspiel, Musiktheater, Konzerte und Tanz sollen künftig an einem Standort zusammengeführt werden.

Das Gebäude wird rund 85 Meter lang und 86 Meter breit. Der geplante Bühnenturm erreicht eine Höhe von 35 Metern.

Stadt und Land finanzieren Neubau

Die veranschlagten Baukosten liegen bei 208 Millionen Euro. Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich mit Fördermitteln in Höhe von 51 Millionen Euro.

Die Stadt Rostock bringt 75 Millionen Euro aus kommunalen Mitteln ein. Weitere 82 Millionen Euro sollen über Darlehen finanziert werden.

Eröffnung für 2030 vorgesehen

Nach Angaben des Bauherrn liegen die Arbeiten bislang im Zeit- und Kostenplan. Derzeit wird die Bodenplatte hergestellt, anschließend wächst der Rohbau sichtbar in die Höhe.

Das neue Volkstheater soll im Jahr 2030 eröffnet werden. Der Standort am Bussebart bietet künftig einen direkten Blick auf den Rostocker Stadthafen.

Quelle: Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Eigenbetrieb KOE und NDR Mecklenburg-Vorpommern