Wie viele Autos und Fahrräder bewegen sich tatsächlich durch Riesa – und auf welchen Strecken? Diese Daten sollen künftig stärker über Verkehrsprojekte entscheiden. Die Stadt schreibt deshalb im Jahr 2026 ihren bisherigen Verkehrsentwicklungsplan aus dem Jahr 2017 fort.

Im März wurden dafür an ausgewählten Punkten im Stadtgebiet technische Zählgeräte installiert.

Daten bilden digitales Verkehrsmodell

Aus den erfassten Zahlen und weiteren Strukturdaten wird ein sogenanntes Analyse-Netzmodell aufgebaut.

Damit können Verkehrsströme abgebildet und verschiedene Entwicklungen untersucht werden.

Die Stadt will damit bestehende Defizite und künftige Entwicklungsmöglichkeiten systematischer erkennen.

Nicht nur Autos werden gezählt

Ein Schwerpunkt liegt ausdrücklich auch auf dem Radverkehr.

Das ist wichtig, weil Verkehrsplanung inzwischen nicht mehr ausschließlich auf Pkw ausgerichtet wird.

Fußgänger, Radfahrer, öffentlicher Nahverkehr und motorisierter Verkehr müssen miteinander abgestimmt werden.

Plan soll Grundlage für spätere Investitionen werden

Ein Verkehrsentwicklungsplan ist noch keine konkrete Baustelle.

Er entscheidet aber mit darüber, welche Straßen, Kreuzungen oder Radverbindungen in den kommenden Jahren Priorität erhalten.

Damit können die Daten langfristig Einfluss auf Millioneninvestitionen haben.

Quellen

Stadt Riesa – Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans 2026 und Verkehrszählungen.