Der Bildungsstandort an der Poststraße in Luckenwalde soll grundlegend umgestaltet werden. Das Land Brandenburg hat dafür rund 3,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bewilligt. Insgesamt sind Investitionen von rund 5,2 Millionen Euro vorgesehen.
Fördermittel am 28. Juli übergeben
Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach übergab die Förderung am 28. Juli 2026. Das Projekt trägt den Namen „Zukunftspfade 360Grad – Revitalisierung Knotenpunkt Poststraße“ und betrifft den Standort der ehemaligen Postschule.
Ziel ist es, bislang teilweise getrennt arbeitende Bildungs-, Betreuungs- und Sozialeinrichtungen stärker miteinander zu verbinden. Der Standort soll sich zu einem gemeinsamen Ort für Bildung, Betreuung, Begegnung und Beratung entwickeln.
Historische Turnhalle wird vollständig saniert
Ein Schwerpunkt ist die seit 2007 nicht mehr genutzte Turnhalle. Ihr baulicher Zustand wird von der Stadt als schlecht beschrieben.
Geplant sind unter anderem:
- der Abbruch nicht historischer Giebelanbauten,
- die vollständige Sanierung der Turnhalle,
- die Erneuerung des Daches,
- ein neuer Sanitär- und Umkleidetrakt,
- zusätzliche Lager- und Geräteräume.
Nach Abschluss der Arbeiten soll das Gebäude als Mehrzweckhalle genutzt werden.
Erster barrierefreier Spielplatz der Stadt
Auch die Außenanlagen sollen umfassend verändert werden. Die derzeit nahezu vollständig versiegelte Hoffläche soll barrierefrei und multifunktional neu gestaltet werden.
Vorgesehen ist unter anderem der erste barrierefreie Spielplatz in Luckenwalde. Er soll als Mehrgenerationen-Parcours gestaltet werden und damit Angebote für Kinder, Erwachsene und ältere Menschen miteinander verbinden.
Standort besitzt lange Schulgeschichte
Das Areal ist seit vielen Jahrzehnten durch Bildungseinrichtungen geprägt. Das Vorderhaus wurde nach Angaben der Stadt ab 1850 zunächst als Mädchenschule genutzt.
Zu DDR-Zeiten befand sich dort eine Polytechnische Oberschule. Nach der Wiedervereinigung wurde das Gebäude als Realschule genutzt. Der Schulbetrieb im Vorderhaus endete 2007.
Die historische Nutzung soll bei der weiteren Entwicklung des Geländes sichtbar und nachvollziehbar bleiben.
Stadt beteiligt sich mit 695.000 Euro
Die Gesamtkosten des Vorhabens liegen bei rund 5,2 Millionen Euro. Die Finanzierung setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen:
- rund 3,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung,
- rund 1,4 Millionen Euro aus dem Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“,
- rund 695.000 Euro Eigenanteil der Stadt Luckenwalde.
Die Fertigstellung ist nach der derzeitigen Planung bis Juni 2028 vorgesehen.
Mehr als ein reines Bauprojekt
Das Vorhaben soll nicht allein Gebäude und Freiflächen sanieren. Durch die Bündelung unterschiedlicher Angebote soll ein sozialer und generationenübergreifender Treffpunkt entstehen.
Entscheidend wird sein, wie die künftige Mehrzweckhalle, der Spielplatz und die weiteren Einrichtungen später tatsächlich genutzt und miteinander vernetzt werden.
Die wichtigsten Angaben
- Projekt: Knotenpunkt Poststraße
- Standort: ehemalige Postschule in Luckenwalde
- Gesamtkosten: rund 5,2 Millionen Euro
- EU-Förderung: rund 3,1 Millionen Euro
- Städtebauförderung: rund 1,4 Millionen Euro
- Städtischer Anteil: rund 695.000 Euro
- Geplante Fertigstellung: Juni 2028
- Kernprojekte: Mehrzweckhalle und barrierefreier Spielplatz
Quellen und Datenbasis
- Stadt Luckenwalde und Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg, Mitteilung vom 28. Juli 2026 zum Förderbescheid für den Knotenpunkt Poststraße.