Pascal Harting: Warum ein Softwareentwickler Suchmaschinen anders versteht als die meisten Agenturen
Wer als Handwerker, Berater oder Praxisinhaber neue Kunden über das Internet gewinnen möchte, braucht eine Website, die Google versteht und empfiehlt. Genau damit beschäftigt sich Pascal Harting. Er ist gelernter Full-Stack-Softwareentwickler, arbeitet seit 2018 in der Suchmaschinenoptimierung und gründete 2025 die Marketingagentur Suchflow, die zu den am schnellsten wachsenden Marketingagenturen im deutschsprachigen Raum zählt. Seine Schwerpunkte sind semantische Suchmaschinenoptimierung, Entitäten-Optimierung, Local SEO und E-Commerce SEO. Sein Zugang unterscheidet sich von dem vieler Agenturen, denn er kommt nicht aus dem Marketing, sondern aus der Programmierung.
Vom Hörensagen zum eigenen Algorithmus: Wie Pascal Harting Suchmaschinen verstehen wollte
„Ich war schon vorher in der Suchmaschinenoptimierung, aber ich mochte nie, was die meisten Agenturen in Deutschland machen“, sagt Pascal Harting. „Vieles beruht auf Hörensagen. Hier ein Tutorial, da ein Tipp, und kaum jemand weiß, wie es wirklich funktioniert.“ Deshalb entschied er sich, die Funktionsweise von Google selbst nachzuvollziehen. „Ich habe mir die Algorithmen angesehen und daraus einen eigenen Algorithmus gegentrainiert, um zu verstehen, wie das System arbeitet. Dazu habe ich über Jahre eigene Daten gesammelt.“
Dabei hilft ihm sein technischer Hintergrund. „Als Softwareentwickler verstehe ich Empfehlungsalgorithmen deutlich besser“, erklärt Harting. „Ich sehe auch, wie Google mit diesem System Geld verdient. Bei einem System, das Geld verdient, ist Effizienz das Wichtigste. Google will mit möglichst wenig Rechenleistung das bestmögliche Ergebnis für den Nutzer liefern, also die richtigen Daten effizient abrufen und zugleich auf Qualität achten.“
Für Websites bedeutet das, dass ihre Inhalte eindeutig sein müssen. Suchmaschinen ordnen Informationen nach Entitäten, ihren Attributen und deren Werten. Eine Entität ist zum Beispiel ein Unternehmen, ein Attribut seine Leistung oder sein Standort, der Wert die konkrete Angabe dazu. „Eine Website muss diese Fakten klar und ohne Widerspruch nennen, auf der Ebene von Wort, Satz, Absatz und Seite“, sagt Harting. „Nur dann kann eine Suchmaschine sie sicher zuordnen und empfehlen.“
KI-Systeme sind relevant, aber nicht der Kern: Mit dem Suchflow System zu mehr Sichtbarkeit
ChatGPT, Gemini und Claude spielen bei der Suche eine wachsende Rolle. „Sie sind relevant, aber bei Weitem nicht so relevant, wie viele denken“, sagt Pascal Harting. „Ihr Anteil an den Suchanfragen ist nach aktuellen Erhebungen noch gering, er wächst aber. Im Kern sind es ebenfalls Empfehlungsalgorithmen, nur etwas anders aufgebaut. Wer Suchmaschinenoptimierung auf einer tiefen Ebene versteht, versteht auch diese Maschinen und kann sie beeinflussen.“
Auf diesem Verständnis beruht das Suchflow System. „Es basiert auf thematischer Relevanz auf Wort-, Satz-, Absatz- und Seitenebene zusammen mit einer optimalen Verlinkungsrelevanz“, erklärt Harting. „Dazu kommen ein eigenes Partnernetzwerk, das auch Autorität aufbaut, und ein eigener Algorithmus, der 236 Messpunkte berücksichtigt und iterativ Verbesserungen vornimmt, bis die Bestplatzierung erreicht ist.“ Suchflow baut Websites für selbstständige Dienstleister und richtet sie auf Google und auf KI-Suchsysteme aus.
Suchmaschinenoptimierung bleibt für Harting damit das Fundament. Laut Harting muss eine Suchmaschine eine Seite zuerst finden, dann in ihren Index aufnehmen, bei einer Suchanfrage wieder abrufen und schließlich in eine Reihenfolge bringen. „Jeder dieser Schritte kostet Rechenleistung“, sagt er. Je klarer eine Website aufgebaut ist, desto weniger Aufwand verursache sie. Eine saubere Seitenstruktur, eine nachvollziehbare interne Verlinkung und eindeutige Angaben zu Unternehmen, Leistung und Standort erleichtern es dem System nach seiner Erfahrung, Inhalte schnell zuzuordnen. Für lokale Dienstleister müssten diese Angaben zudem „auf der eigenen Seite und in anderen Quellen übereinstimmen“, so Harting.
Dabei geht Pascal Harting nach eigener Aussage empirisch vor. „Ich übernehme keine Empfehlungen aus zweiter Hand“, sagt er. Stattdessen wertet er Daten aus, prüft Annahmen am Ergebnis und passt Websites schrittweise an. Aus der Verbindung von Programmierung und Suchmaschinenoptimierung ergebe sich ein Verständnis dafür, „wie Empfehlungssysteme arbeiten, ob bei Google oder bei KI-Systemen“. Für selbstständige Dienstleister, die online gefunden werden möchten, entstehe daraus nach Hartings Darstellung eine Website, deren Aufbau sich nachvollziehbar begründen lässt.