Das Sportbad am Rabet hat sich ein Jahr nach seiner Eröffnung zu einem stark ausgelasteten Standort für Schwimmausbildung, Vereinssport und öffentliches Schwimmen entwickelt. Im ersten Betriebsjahr kamen 163.491 Besucher in die Schwimmhalle am Otto-Runki-Platz. Wie die Leipziger Sportbäder mitteilen, liegt die Zahl damit 36 Prozent über der ursprünglichen Prognose von 120.000 Gästen.

Wasserflächen sind nahezu vollständig ausgelastet

Im Schuljahr 2025/2026 waren die Wasserflächen zu rund 98 Prozent ausgelastet, inzwischen liegt die Auslastung nach Angaben der Sportbäder bei mehr als 99 Prozent. Insgesamt nutzen 27 verschiedene Vertragspartner die Anlage, darunter Schulen, Vereine, die Bereitschaftspolizei, die DLRG, die Volkshochschule und die Branddirektion; sieben dieser Partner kamen seit der Eröffnung neu hinzu.

Auf knapp 600 Quadratmetern Wasserfläche stehen ein wettkampftaugliches 25-Meter-Becken mit sechs Bahnen, ein Lehrschwimmbecken und ein Kinderplanschbecken zur Verfügung. Auch der Vereinssport nutzt die zusätzlichen Kapazitäten intensiv: Allein die Wasserballer des SC DHfK Leipzig belegten die Halle an 26 Wochenenden für Sondernutzungen.

48 eigene Kurse im ersten Betriebsjahr

Seit der Eröffnung haben die Leipziger Sportbäder 48 eigene Kurse angeboten. Dazu gehören 36 Kinderschwimmkurse, sechs Schwimmkurse für Erwachsene und sechs Aqua-Fit-Kurse, womit das Sportbad neben dem freien Schwimmen einen erheblichen Teil seiner Kapazitäten für Ausbildung und Gesundheitsangebote einsetzt.

Zu den besonderen Veranstaltungen gehörte der erste vereinsübergreifende Schwimmabzeichentag am 14. Juni 2026, den die SG Motor-Gohlis-Nord und der SV Handwerk Leipzig gemeinsam ausrichteten. Aufgrund der Resonanz soll dieses Format künftig jährlich stattfinden; zusätzlich wurde die Halle bereits für einen Musikvideodreh und die „Nacht der Ausbildung“ genutzt.

Rund 20 Millionen Euro investiert

Das Sportbad wurde mit Passivhausstandard, Photovoltaik, Solarthermie, Wärmerückgewinnung und Retentionsdächern mit Insektenwiesen errichtet. Eine Schlammwasserwiederaufbereitung ermöglicht zudem, Teile des Beckenwassers erneut zu verwenden und damit den Ressourcenverbrauch des Betriebs zu reduzieren.

Stadt Leipzig und Leipziger Sportbäder investierten insgesamt knapp 20 Millionen Euro in den Neubau. Nach gut viereinhalb Jahren Bauzeit wurde die Schwimmhalle am 11. August 2025 eröffnet und ergänzt seither die vorhandenen Wasserflächen der Stadt.

Barrierefreies Angebot soll stärker genutzt werden

Für das zweite Betriebsjahr möchte das Team insbesondere mehr Menschen mit Behinderung für das Sportbad gewinnen. Die Ausstattung umfasst einen Poollift, hallengeeignete Wechselrollstühle sowie barrierefreie Umkleide- und Sanitärbereiche, sodass das Bad auf inklusive Nutzung vorbereitet ist.

Teamleiter Kay Leichsenring verweist zugleich auf eine zunehmende Nachfrage während der Frühbadestunden, die inzwischen auch von vielen jungen Familien genutzt werden. Selbst an heißen Sommertagen sei die Schwimmhalle stark besucht, was nach Einschätzung der Betreiber die dauerhaft hohe Nachfrage nach zusätzlichen Wasserflächen in Leipzig unterstreicht.

Besucherzahl liegt deutlich über Prognose

Mit 163.491 Gästen übertraf das Sportbad seine ursprüngliche Jahresprognose um mehr als 43.000 Besucher. Geschäftsführer Martin Gräfe sieht darin eine Bestätigung dafür, dass die zusätzlichen Kapazitäten sowohl für Schulen und Vereine als auch für die Öffentlichkeit benötigt werden.

Nach zwölf Monaten ist das Sportbad damit zugleich Trainingsort, Lernort, Freizeitangebot und Veranstaltungsstätte. Die nahezu vollständige Auslastung zeigt, dass die neue Schwimmhalle bereits im ersten Betriebsjahr einen festen Platz in der Leipziger Sportinfrastruktur erreicht hat.

Quelle:

Leipziger Sportbäder, Pressemitteilung vom 11. August 2026.