Ein 63-jähriger Mann soll eine Leipziger Ärztin über Monate hinweg mit erfundenen Geschichten getäuscht und dabei insgesamt rund 200.000 Euro erlangt haben. Wie die Polizeidirektion Leipzig und die Staatsanwaltschaft Leipzig am 11. August 2026 mitteilen, laufen gegen den Beschuldigten Ermittlungen wegen des Verdachts auf Betrug.
Nach Angaben der Ermittler soll der Mann seit Juli 2025 gezielt das Vertrauen der Frau aufgebaut haben.
Dabei habe er unterschiedliche Identitäten und Geschichten verwendet.
Beschuldigter soll sich als Polizist und Sänger ausgegeben haben
Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft soll sich der 63-Jährige unter anderem als Interpol-Polizist und als Opernsänger ausgegeben haben.
Mit wechselnden Erzählungen habe er die Geschädigte dazu gebracht, ihm wiederholt Geld zu überlassen.
Insgesamt soll dadurch ein Schaden von rund 200.000 Euro entstanden sein.
Festnahme erfolgte in den Niederlanden
Der Beschuldigte wurde nach Angaben der Ermittlungsbehörden Mitte Mai 2026 in den Niederlanden festgenommen.
Die Behörden arbeiten daran, den Mann nach Deutschland zu überstellen.
Er soll anschließend in die Justizvollzugsanstalt Leipzig gebracht werden.
Ermittlungen dauern weiter an
Der Fall ist nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft noch nicht abgeschlossen.
Weitere Details zu möglichen einzelnen Geldübergaben oder dazu, ob es weitere Geschädigte gibt, wurden zunächst nicht veröffentlicht.
Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für den Beschuldigten die Unschuldsvermutung.
Quelle
Polizeidirektion Leipzig, Staatsanwaltschaft Leipzig