Ein archäologischer Fund im Museum der Festung Küstrin erzählt von Handels- und Kulturkontakten, die fast zwei Jahrtausende zurückreichen. Zu sehen ist eine hochwertige römische Keramikschale, die ungefähr zwischen 150 und 180 nach Christus im heutigen Frankreich hergestellt wurde.

Das Gefäß stammt aus Lezoux, einem wichtigen Produktionsort römischer Keramik.

Fund lag im Grab einer jungen Frau

Entdeckt wurde das Gefäß in einem reich ausgestatteten Grab einer jungen Frau aus dem Umfeld der Wielbark-Kultur.

Im Grab befanden sich außerdem ein goldener Anhänger, eine Perlenkette und Bestandteile eines Kästchens.

Schale wurde vor Bestattung zerbrochen

Vor der Niederlegung im Grab wurde das Gefäß absichtlich zerstört.

Einige Teile weisen zusätzlich Spuren von Feuer auf.

Für Archäologen liefert der Fund Hinweise auf Kontakte zwischen dem Römischen Reich und Bevölkerungsgruppen nördlich seiner Grenzen.

Aktion läuft bis 31. August

Das Stück wurde von der Zeitschrift „Archeologia Żywa“ als eines von 100 besonders wertvollen Exponaten aus 100 polnischen Museen vorgestellt.

Eine dazugehörige Sommeraktion im Küstriner Festungsmuseum läuft noch bis zum 31. August.

Quellen

Museum der Festung Kostrzyn: Sommeraktion zu einem der „100 Schätze aus 100 polnischen Museen“, Juli 2026