Kamenz besteht nicht nur aus mittelalterlichen Gassen und Lessing-Erinnerungsorten. Am 16. August führt ein zweistündiger Rundgang durch jenes Viertel, das nach der Reichseinigung von 1871 nordöstlich der historischen Altstadt entstand.

Vom kaiserlichen Postamt zum Bahnhof

Die Route beginnt an der Kamenz-Information und führt zunächst zum früheren Kaiserlichen Postamt.

Anschließend geht es durch das Gebiet Weißes Gärten, über den früheren Albertplatz und durch die Villenkolonie am Fürstenberg. Weitere Stationen sind die Lessingschule, das ehemalige König-Friedrich-August-Bad, die Oststraße, die Haberkornstraße und der Bahnhof.

Architektur erzählt vom wirtschaftlichen Aufstieg

Viele Gebäude aus der Gründerzeit verweisen auf das wachsende Selbstbewusstsein des damaligen Bürgertums.

Repräsentative Fassaden, größere Mietshäuser und Villen zeigen, wie sich Kamenz mit Industrialisierung und Eisenbahnanschluss über die alte Stadtgrenze hinaus ausdehnte.

Historische Ansichten sollen während der Führung verdeutlichen, wie sich Straßenzüge und Gebäude verändert haben.

Teilnehmerzahl ist begrenzt

Die Führung beginnt am Sonntag, dem 16. August, um 14 Uhr und dauert etwa zwei Stunden.

Da nur eine begrenzte Zahl an Plätzen zur Verfügung steht, empfiehlt die Stadt eine vorherige Anmeldung bei der Kamenz-Information.

Blick auf weniger bekannte Stadtgeschichte

Das Angebot erweitert den touristischen Blick auf Kamenz.

Während sich viele Besucher auf Lessing und die Altstadt konzentrieren, zeigt der Rundgang eine Phase, in der Wirtschaft, Verkehr und Bevölkerungsentwicklung das Stadtbild grundlegend veränderten.

Quellen

  1. Stadt Kamenz: Öffentliche Stadtführung „Kamenz in der Gründerzeit“, 16. August 2026.