Die Freiwillige Feuerwehr Ückeritz feiert am Sonnabend, 15. August, ihr 100-jähriges Bestehen. Das Jubiläum macht die Entwicklung des örtlichen Brandschutzes sichtbar, während die Gemeinde zugleich den ehrenamtlichen Einsatz mehrerer Generationen würdigt.
Freiwillige Feuerwehren sichern in vielen kleineren Orten den Brandschutz und leisten technische Hilfe. Ihre Mitglieder trainieren neben Beruf und Familie, warten Ausrüstung und rücken bei Alarm aus. Auf einer Urlaubsinsel kommen saisonal stark schwankende Besucherzahlen, dichter Verkehr und besondere Einsatzorte an Strand, Wald oder Campingplätzen hinzu.
Jubiläum erinnert an Wandel
Seit der Gründung vor hundert Jahren haben sich Fahrzeuge, Schutzkleidung, Funk und Ausbildung grundlegend verändert. Geblieben ist die Bereitschaft, Verantwortung für Nachbarn und Gäste zu übernehmen. Ein Jubiläum bietet deshalb mehr als einen festlichen Anlass: Es verbindet historische Erinnerung mit der Frage, wie eine einsatzfähige Wehr künftig genügend Mitglieder gewinnt.
Die offizielle Inselübersicht nennt den 15. August als Termin, veröffentlicht dort aber kein vollständiges Tagesprogramm. Besucher sollten Beginn, Veranstaltungsort, Vorführungen und mögliche Verkehrsregelungen kurzfristig bei Gemeinde oder Feuerwehr prüfen. Einsatzbereitschaft und freie Zufahrten haben auch während einer Feier Vorrang.
Nachwuchs sichert Einsatzfähigkeit
Kinder- und Jugendfeuerwehren führen junge Menschen altersgerecht an Teamarbeit, Technik und Sicherheit heran. Sie sind wichtig, weil aktive Abteilungen dauerhaft neue Kräfte benötigen. Auch Unterstützung außerhalb des Einsatzdienstes kann helfen, etwa bei Vereinsarbeit, Veranstaltungen oder historischer Dokumentation.
Wer das Jubiläum besucht, sollte Absperrungen beachten, Rettungswege freihalten und Kinder an ausgestellten Fahrzeugen begleiten. Blaulicht und Geräte sind keine Spielzeuge. Sollte die Wehr zu einem realen Einsatz gerufen werden, kann sich der Ablauf jederzeit ändern.
Das hundertjährige Bestehen zeigt, wie stark kommunale Sicherheit vom freiwilligen Engagement abhängt. Anerkennung bedeutet dabei nicht nur Applaus am Festtag, sondern auch verlässliche Ausstattung, geeignete Räume, gute Ausbildung und Verständnis der Arbeitgeber für Einsatzzeiten. Das Fest kann diese Aufgaben öffentlich machen und zugleich ehemalige, aktive und künftige Feuerwehrangehörige zusammenbringen.
Zur Geschichte einer Ortswehr gehören neben großen Einsätzen viele unsichtbare Stunden. Dienste werden vorbereitet, Schläuche geprüft, Fahrzeuge gepflegt und Kenntnisse regelmäßig aufgefrischt. Kameradschaft entsteht dabei nicht von selbst, sondern durch verlässliche Zusammenarbeit. Ein Jubiläum kann Fotos, Dokumente und Erinnerungen bewahren, bevor sie verloren gehen. Zeitzeugenberichte sollten sorgfältig eingeordnet und historische Angaben aus Chroniken geprüft werden. So entsteht aus der Feier zugleich ein nachvollziehbares Bild der lokalen Sicherheitsgeschichte.
Quellen
Usedom Tourismus GmbH: „Gastgeberkatalog Insel Usedom 2026 – Veranstaltungskalender“