In der Güstrower Pfarrkirche erklingt am Freitag, 14. August, eine ungewöhnliche Abendmusik. Der Bambusflötenchor „Die Fischböckli“ aus Güstrow und Schaffhausen beginnt um 19.30 Uhr, wobei der weiche Klang der Instrumente den Kirchenraum prägen soll.

Bambusflöten unterscheiden sich in Material, Ansprache und Klangfarbe von den in europäischen Orchestern üblichen Metall- oder Holzquerflöten. Im Ensemble entstehen durch verschiedene Tonlagen mehrstimmige Flächen, rhythmische Bewegungen und melodische Linien. Die Bezeichnung als Chor verweist dabei auf das gemeinsame Atmen und die abgestimmte Gestaltung vieler Einzelstimmen.

Zwei Städte musizieren gemeinsam

Die Gruppe verbindet Musiker aus Güstrow und dem schweizerischen Schaffhausen. Damit erhält die Abendmusik neben ihrem musikalischen auch einen grenzüberschreitenden Charakter. Welche Werke konkret auf dem Programm stehen und wie groß das Ensemble auftritt, geht aus der veröffentlichten Terminankündigung nicht hervor. Besucher sollten aktuelle Hinweise der Kirchengemeinde beachten.

Der Kirchenraum wirkt als natürlicher Resonanzkörper. Langer Nachhall kann ruhige Töne tragen, verlangt aber präzises Zusammenspiel, damit schnelle Passagen verständlich bleiben. Ein Bambusflötenchor nutzt diese Akustik anders als Orgel, Bläserkreis oder Gesang und erweitert damit das Spektrum der sommerlichen Kirchenmusik.

Abendtermin lädt zum Zuhören

Der Beginn um 19.30 Uhr macht die Veranstaltung zu einem kulturellen Abschluss des Tages. Rechtzeitiges Erscheinen erleichtert die Platzsuche. Angaben zu Eintritt, Spenden, Dauer und Barrierefreiheit sollten vorab geprüft werden, weil sie im städtischen Event-Kompass nicht vollständig ausgewiesen sind.

Während der Musik sollten Telefone lautlos bleiben und Foto- oder Tonaufnahmen nur nach den Regeln des Veranstalters erfolgen. Kirchen können auch im Sommer kühl sein; angepasste Kleidung erhöht den Komfort. Bestätigt sind Datum, Uhrzeit, Ort und das Ensemble.

Die Begegnung verschiedener Musikkulturen kann außerdem Neugier auf Instrumentenbau und gemeinschaftliches Musizieren wecken. Wer nach dem Konzert mehr erfahren möchte, sollte offizielle Gesprächs- oder Informationsangebote nutzen und die Mitwirkenden nicht während der Vorbereitung stören. Ein respektvoller Umgang mit Kirche, Ensemble und Publikum bewahrt den konzentrierten Charakter der Abendmusik.

Im Zusammenspiel entsteht der Chorklang nur, wenn Intonation, Einsatz und Lautstärke aufeinander abgestimmt sind. Gerade leise Instrumente verlangen Aufmerksamkeit vom Publikum und eine ruhige Umgebung. Applaus gehört an das Ende geschlossener Programmteile. Ob eine Pause vorgesehen ist, entscheidet der Ablauf vor Ort. Die Abendmusik kann so zeigen, wie aus einfachen Naturmaterialien ein differenziertes Ensembleinstrument wird und wie gemeinsames Musizieren Kontakte zwischen Menschen aus zwei Städten vertieft.

Quellen

Barlachstadt Güstrow: „Event Kompass Güstrow Juli bis September 2026“; Evangelisch-Lutherische Domgemeinde Güstrow: „Gottesdienste und Veranstaltungen“