Guben verfügt derzeit über einen der größten Fördermitteltöpfe seiner jüngeren Stadtentwicklung. Rund elf Millionen Euro aus Programmen von Bund, Land und Europäischer Union stehen für mehrere Projekte zur Verfügung, die das Gesicht der Stadt in den kommenden Jahren sichtbar verändern sollen.
Die Förderbescheide wurden im März übergeben.
Seitdem geht es darum, aus den bewilligten Mitteln konkrete Planungs- und Bauprojekte zu machen.
Historisches Torhaus soll neue Funktion bekommen
Zu den wichtigsten Projekten gehört das historische Torhaus in der Berliner Straße.
Es soll reaktiviert und künftig stärker öffentlich genutzt werden.
Geplant ist unter anderem, die Touristinformation dort unterzubringen.
Damit würde ein historisches Gebäude erhalten und gleichzeitig mit einer neuen Funktion versehen.
Allein aus dem Programm „Lebendige Zentren“ erhält Guben rund 1,163 Millionen Euro.
Mehrgenerationenhaus in der Alten Poststraße
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Alte Poststraße 63.
Das Gebäude soll zu einem Mehrgenerationenhaus entwickelt werden.
Ziel ist ein Ort, an dem unterschiedliche Altersgruppen Angebote nutzen und miteinander in Kontakt kommen können.
Auch ein Kita-Neubau gehört zum Gesamtpaket der geförderten Projekte.
Stadtumbau umfasst auch Rückbau
Nicht alle Fördermittel fließen in Neubauten.
Guben erhält ebenfalls Unterstützung für den Rückbau nicht mehr benötigter Gebäude.
Das gehört zur besonderen Situation einer Stadt, die gleichzeitig neue wirtschaftliche Perspektiven entwickelt und ihren Gebäudebestand an langfristig veränderte Einwohnerzahlen anpassen muss.
Die elf Millionen Euro stehen deshalb sinnbildlich für beide Seiten des Gubener Strukturwandels: Erhalten und neu bauen auf der einen, gezielt zurückbauen auf der anderen Seite.
Quellen
Stadt Guben – Fördermittel für Stadtentwicklung und Stadtumbau, 6. März 2026.