Besucher des UNESCO-Welterbes in Erfurt müssen sich auf eine lange Einschränkung einstellen. Seit dem 3. August ist die Alte Synagoge vollständig geschlossen. Die Stadt rechnet damit, dass das Museum erst am 1. März 2027 wieder regulär zugänglich sein wird.
Grund ist eine Havarie im Bereich der Toilettenanlage.
Nach 17 Jahren Dauerbetrieb muss der Sanitärtrakt grundlegend saniert werden.
Erfurter Schatz kann nicht besichtigt werden
Die Bauarbeiten betreffen das Eingangs- und Funktionsgebäude so umfassend, dass das gesamte Museum geschlossen werden muss.
Dadurch ist während der Sanierungsphase auch der berühmte Erfurter Schatz nicht öffentlich zugänglich.
Führungen im Innenraum der Alten Synagoge müssen ebenfalls entfallen.
Veranstaltungen werden verlegt
Die Stadt versucht, trotz der Schließung Ersatzangebote zu schaffen.
Veranstaltungen des Yiddish Summer sowie die ab September vorgesehenen „Arain!“-Vorträge werden beispielsweise in die Kleine Synagoge verlegt.
Auch alternative Führungsangebote rund um das jüdisch-mittelalterliche Erbe sind vorgesehen.
Welterbestätte seit 2023
Die Alte Synagoge gehört gemeinsam mit der mittelalterlichen Mikwe und dem Steinernen Haus zum jüdisch-mittelalterlichen Erbe Erfurts.
Dieses wurde 2023 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Die monatelange Schließung trifft damit einen der inzwischen international bedeutendsten touristischen Standorte der Stadt.
Quellen
Landeshauptstadt Erfurt – Jüdisches Leben
Alte Synagoge Erfurt – Informationen zur Sanierung