Am Bahnhof Eberswalde könnte sich im Herbst eine für viele Reisende sichtbare Regel ändern. Die Deutsche Bahn plant, den Alkoholkonsum an ihren Bahnhöfen bundesweit einzuschränken. Das Vorhaben soll nach derzeitigem Stand bis zum 15. Oktober umgesetzt werden.
Das Verbot soll insbesondere Bahnsteige und öffentliche Bereiche der Bahnhofshallen betreffen.
Geschlossene Flaschen oder Dosen dürfen weiterhin mitgeführt werden.
Auch Bahnhofsgastronomie, in der Alkohol regulär ausgeschenkt wird, soll von der Regel ausgenommen bleiben.
Bahn nennt Sicherheit und Ordnung als Gründe
Hintergrund sind nach Angaben der Bahn Überlegungen zur Verbesserung von Sicherheit, Sauberkeit und Aufenthaltsqualität.
An einigen deutschen Bahnhöfen bestehen solche Regeln bereits.
Bis Oktober soll das Prinzip auf rund 5.400 Bahnhöfe ausgeweitet werden.
Damit würde die Regelung auch kleinere und mittlere Stationen wie Eberswalde betreffen.
Durchsetzung dürfte entscheidend werden
Ein Alkoholverbot funktioniert allerdings nur, wenn Verstöße kontrolliert werden.
Politiker von Union und SPD haben deshalb bereits gefordert, das Sicherheitspersonal der Bahn entsprechend einzusetzen. Die Deutsche Bahn verfügt bundesweit über mehrere Tausend eigene Sicherheitskräfte.
Bei Verstößen können grundsätzlich Maßnahmen über das Hausrecht folgen.
Für Eberswalde dürfte sich deshalb insbesondere die Frage stellen, wie intensiv die Regeln an einem regionalen Knotenbahnhof tatsächlich kontrolliert werden.
Quellen
Deutsche Bahn / aktuelle Berichterstattung zum geplanten bundesweiten Alkoholverbot.