Döbeln will seine kommunalen Schulen langfristig erhalten und hat dafür einen Planungshorizont von zehn Jahren festgelegt. Der Stadtrat bestätigte die Schulnetzplanung des Landkreises Mittelsachsen für die Jahre 2026 bis 2036.
Fortgeführt werden sollen alle fünf kommunalen Grundschulen sowie weitere weiterführende Schulen.
Fünf Grundschulen bleiben Bestandteil des Netzes
Zur Planung gehören die Grundschulen Großbauchlitz, „Am Holländer“, Kunzemannschule, Mochau und Döbeln-Ost.
Hinzu kommen die Oberschule „Am Holländer“, das Lessing-Gymnasium und die Schlossbergschule mit Förderschwerpunkt Lernen.
Damit gibt es zunächst keinen Beschluss zur Schließung eines kommunalen Schulstandortes.
Sonderlösung für Mochau möglich
Die Stadt beschäftigt sich allerdings schon heute mit langfristigen Veränderungen der Schülerzahlen.
Falls sich die bisherigen Prognosen bestätigen, könnte an der Grundschule Mochau ab dem Schuljahr 2032/33 jahrgangsübergreifender Unterricht eingeführt werden.
Dabei lernen Kinder verschiedener Klassenstufen teilweise gemeinsam.
Demografie entscheidet über Schulstandorte
Gerade kleinere Grundschulen stehen bei sinkenden Schülerzahlen häufig unter Druck.
Eine jahrgangsübergreifende Organisation kann eine Möglichkeit sein, einen wohnortnahen Standort zu erhalten, obwohl einzelne Jahrgänge zu klein für klassische Klassen sind.
Für Döbeln bedeutet die Schulnetzplanung deshalb mehr als reine Statistik.
Sie legt fest, welche Bildungsstandorte Familien in der Kernstadt und in den Ortsteilen langfristig erwarten können.
Quellen
Stadt Döbeln – Beschluss zur Schulnetzplanung 2026 bis 2036 vom 21. Mai 2026.