Im Madlower See ist derzeit eine Blaualgenblüte zu beobachten. Die Belastung wurde am Mittwoch, dem 29. Juli 2026, bei einer außerplanmäßigen Kontrolle festgestellt. Badegäste sollten besonders vorsichtig sein.

Sichtprüfung ergab eindeutige Anzeichen

Nach Angaben der Stadt Cottbus erfolgte die Kontrolle durch eine Sichtprüfung. Eine zusätzliche Entnahme von Wasserproben sei nicht notwendig gewesen, weil die sichtbaren Anzeichen eindeutig auf eine massenhafte Vermehrung von Blaualgen hingedeutet hätten.

Blaualgen sind streng genommen keine Algen, sondern Cyanobakterien. Bei günstigen Bedingungen können sie sich innerhalb kurzer Zeit stark vermehren und sichtbare Schlieren oder grünlich gefärbte Bereiche im Wasser bilden.

Kinder sollen nicht im Wasser baden

Einige Blaualgen können Giftstoffe bilden. Diese sogenannten Algentoxine können beim Verschlucken des Wassers gesundheitliche Beschwerden auslösen.

Möglich sind nach Angaben des Gesundheitsamtes unter anderem:

  • Übelkeit,
  • Erbrechen,
  • Durchfall,
  • Hautreizungen,
  • allergische Reaktionen.

Aus Vorsorgegründen sollten Kinder und Kleinkinder bei einer Blaualgenbelastung nicht mehr im Wasser baden. Auch das Spielen im unmittelbaren Ufersaum sollte vermieden werden, weil sich dort besonders viele Algen ansammeln können.

Baden erfolgt auf eigene Gefahr

Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass das Baden grundsätzlich auf eigene Gefahr geschieht.

Erwachsene sollten ebenfalls vorsichtig sein und auffällig verfärbte oder von Schlieren bedeckte Wasserbereiche meiden. Wasser sollte möglichst nicht verschluckt werden. Auch Hunde sollten nicht aus belasteten Gewässerbereichen trinken.

Eine ausdrückliche behördliche Sperrung des Madlower Sees geht aus der Mitteilung nicht hervor. Die Stadt warnt jedoch klar vor den möglichen gesundheitlichen Folgen der festgestellten Blaualgenblüte.

Keine Auffälligkeiten im Branitzer See

Am selben Tag wurde auch der See in Branitz kontrolliert. Dort wurden bei der Sichtprüfung keine Anzeichen für eine massenhafte Vermehrung von Blaualgen festgestellt.

Das Gesundheitsamt will die Situation in Branitz in der kommenden Woche erneut überprüfen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den angekündigten heißen Tagen, da hohe Temperaturen das Wachstum von Blaualgen begünstigen können.

Situation kann sich kurzfristig verändern

Blaualgenblüten können abhängig von Temperatur, Sonneneinstrahlung, Wind und Nährstoffgehalt des Wassers sehr unterschiedlich auftreten. Belastete Bereiche können sich deshalb verlagern oder innerhalb weniger Tage stärker beziehungsweise schwächer werden.

Badegäste sollten auf sichtbare Veränderungen achten. Warnzeichen können sein:

  • grünlich oder bläulich verfärbtes Wasser,
  • deutlich verringerte Sichttiefe,
  • Schlieren an der Wasseroberfläche,
  • Ansammlungen im Uferbereich,
  • auffälliger, teilweise modriger Geruch.

Wer nach einem Kontakt mit dem Wasser Beschwerden entwickelt, sollte das Wasser verlassen, die Haut gründlich abspülen und bei stärkeren Symptomen ärztlichen Rat einholen.

Die wichtigsten Angaben

  • Betroffenes Gewässer: Madlower See in Cottbus
  • Feststellung: Blaualgenblüte
  • Kontrolle: 29. Juli 2026
  • Prüfung: außerplanmäßige Sichtkontrolle
  • Wasserprobe: laut Stadt wegen eindeutiger Anzeichen nicht erforderlich
  • Besondere Warnung: Kinder und Kleinkinder sollen nicht baden oder am Ufersaum spielen
  • Mögliche Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautreizungen und allergische Reaktionen
  • Branitzer See: derzeit keine Anzeichen einer massenhaften Blaualgenvermehrung
  • Weitere Kontrolle: in Branitz für die kommende Woche vorgesehen

Quellen und Datenbasis

  • Stadt Cottbus, Pressemitteilung vom 29. Juli 2026: „Blaualge im Madlower See festgestellt – Warnung vor Folgen“.