Fast vier Jahrzehnte musste Chemnitz auf eine vergleichbar umfangreiche Käthe-Kollwitz-Ausstellung warten. Noch bis 30. August zeigen die Kunstsammlungen am Theaterplatz unter dem Titel „Spuren der Nähe“ Druckgrafiken und Zeichnungen der bedeutenden deutschen Künstlerin sowie Arbeiten zeitgenössischer Fotografen.
Die historischen Werke stammen zu einem erheblichen Teil aus dem eigenen Sammlungsbestand.
Ergänzt werden sie durch Reliefs und Plastiken aus dem Käthe Kollwitz Museum Berlin.
Arbeiten aus mehr als vier Jahrzehnten
Gezeigt werden Werke aus den Jahren 1892 bis 1938.
Kollwitz beschäftigte sich intensiv mit Armut, Krieg, Verlust, sozialer Ungleichheit und menschlicher Verletzlichkeit.
Der Mensch steht entsprechend im Zentrum der Ausstellung.
Zeitgenössische Fotografie schafft Verbindung zur Gegenwart
Die Ausstellung bleibt jedoch nicht bei historischen Arbeiten stehen.
Studierende der Klasse für Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig setzen sich mit Kollwitz' Themen und Bildmotiven auseinander.
Dadurch entsteht ein Dialog zwischen historischem Werk und heutiger Fotografie.
Kuratorinnenführung am 12. August
Für Mittwoch, 12. August, ist um 16.30 Uhr eine öffentliche Kuratorinnenführung angekündigt.
Die Ausstellung endet schließlich am 30. August.
Quellen
Kunstsammlungen Chemnitz – „Spuren der Nähe. Käthe Kollwitz und zeitgenössische Fotografie“