Das Bauhaus soll für Kinder in Bernau nicht nur aus Architekturgeschichte und denkmalgeschützten Gebäuden bestehen. In der letzten Sommerferienwoche wird das Besucherzentrum erneut zur offenen Kreativwerkstatt. Vom 18. bis 21. August können junge Besucher gestalterische Ideen berühmter Bauhaus-Künstler ausprobieren und eigene Arbeiten mit nach Hause nehmen.
Am 18. August steht beispielsweise das Weben mit Papierstreifen nach dem Vorbild von Anni Albers auf dem Programm.
Schon Fünfjährige können mitmachen
Das Angebot richtet sich bereits an Kinder ab fünf Jahren.
Ein einzelnes Projekt dauert ungefähr 30 Minuten. Für Material wird ein geringer Unkostenbeitrag erhoben. Kinder müssen von Erwachsenen begleitet werden.
Damit ist das Angebot bewusst niedrigschwellig und kann auch spontan in einen Familienausflug eingebaut werden.
Bauhaus wird über eigenes Gestalten verständlich
Anni Albers gehört zu den wichtigsten Textilkünstlerinnen der Bauhausgeschichte.
Wer selbst mit Farben, Streifen und geometrischen Formen arbeitet, bekommt einen unmittelbaren Zugang zu Gestaltungsprinzipien, die in einer klassischen Führung zunächst abstrakt wirken können.
UNESCO-Welterbe ist touristischer Faktor
Die ehemalige Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in Bernau gehört zum UNESCO-Welterbe Bauhaus.
Damit besitzt die Stadt ein internationales Kulturdenkmal, das Besucher weit über Brandenburg hinaus anzieht.
Ferienangebote helfen dabei, dieses Erbe auch für Familien und junge Bernauer greifbar zu machen.
Quellen
Besucherzentrum UNESCO-Welterbe Bauhaus Bernau: Sommerferienprogramm 18. bis 21. August 2026Eine einzelne Galerie reicht Bernau für diese Ausstellung nicht aus. Zum 80. Geburtstag der Bildhauerin Emerita Pansowová verteilt die Stadt ausgewählte Arbeiten über drei Standorte in der Innenstadt. Noch bis zum 30. September können Besucher die Skulpturen auf der Dachterrasse des Neuen Rathauses, in der Sammlung der Waldsiedlung im Kunstraum Innenstadt und im Innenhof der Galerie Bernau sehen.
Der Eintritt ist frei.
Künstlerin lebt seit Jahrzehnten im Barnim
Pansowová wurde 1946 in der Slowakei geboren.
1966 kam sie nach Berlin und studierte später an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee sowie als Meisterschülerin an der Akademie der Künste der DDR. Seit Ende der 1970er-Jahre arbeitet sie freischaffend. Ihr Lebens- und Arbeitsmittelpunkt liegt seit Jahrzehnten im Barnim.
Zwei Arbeiten gehören dauerhaft zum Stadtbild
Bernau besitzt bereits zwei dauerhaft sichtbare Werke der Künstlerin.
„Werden“ steht am Külzpark an der historischen Stadtmauer. Das Relief „Woher? Wohin?“ befindet sich auf der Dachterrasse des Neuen Rathauses.
Die aktuelle Ausstellung erweitert diesen vorhandenen Bezug.
Kunst wird aus dem Galerieraum herausgeholt
Besonders reizvoll ist das dezentrale Konzept.
Menschen müssen nicht gezielt eine Kunstausstellung besuchen, sondern begegnen den Arbeiten teilweise im öffentlichen Raum.
Dadurch kann zeitgenössische beziehungsweise jüngere ostdeutsche Kunstgeschichte auch jene erreichen, die normalerweise selten eine Galerie betreten.
Quellen
Stadt Bernau / Galerie Bernau: Emerita Pansowová – Ausstellung zum 80. Geburtstag