Nach dem Schusswaffenangriff im Kreuzberger Graefekiez konzentrieren sich die Ermittlungen nicht mehr ausschließlich auf die Tat vom Freitagabend. Die Polizei untersucht inzwischen auch, ob ein Zusammenhang mit früheren Vorfällen besteht, bei denen im gleichen Kiez Schusswaffen eingesetzt wurden.
Ein 22 Jahre alter Mann war bei der jüngsten Tat verletzt worden.
Mehrere Schüsse vor Café
Nach bisherigen Erkenntnissen fielen die Schüsse am Freitag gegen 20.40 Uhr im Bereich Graefestraße/Böckhstraße.
Der 22-Jährige wurde vor einem Café mehrfach beschossen und anschließend in ein Krankenhaus gebracht.
Die Polizei führt das Verfahren wegen versuchten Totschlags.
Täter konnten fliehen
Der Täter beziehungsweise die Täter entfernten sich anschließend vom Tatort.
Nach den zunächst veröffentlichten Informationen war noch unklar, ob die Flucht zu Fuß oder mit einem Fahrzeug erfolgte.
Eine Festnahme wurde bis zum aktuellen Berichtsstand nicht bekannt.
Ermittler betrachten frühere Fälle
Besondere Bedeutung bekommt nun eine Aussage der Polizei vom Samstag.
Demnach wird geprüft, ob der Angriff mit früheren Schusswaffenereignissen im Graefekiez in Verbindung stehen könnte.
Eine solche Prüfung bedeutet noch nicht, dass tatsächlich ein Zusammenhang festgestellt wurde.
Sie zeigt jedoch, dass die Ermittler den aktuellen Fall nicht isoliert betrachten.
Ermittlungen laufen wegen versuchten Totschlags
Die offizielle Berliner Polizeimeldung führt das Geschehen als versuchten Totschlag.
Die zuständigen Ermittler müssen nun unter anderem Tatablauf, Motiv, mögliche Beziehungen zwischen Opfer und Täter sowie eventuelle Verbindungen zu anderen Fällen rekonstruieren.
Für den Graefekiez bleibt die entscheidende Frage deshalb offen: Handelte es sich um einen einzelnen gezielten Angriff – oder ist die jüngste Tat Teil einer größeren Serie von Konflikten mit Schusswaffen?
Quellen
Polizei Berlin – „Versuchter Totschlag – Mann vor Café angeschossen“, Polizeimeldung vom 8. August 2026.
Rundfunk Berlin-Brandenburg – aktualisierter Bericht zu den Schüssen im Graefekiez und zur Prüfung möglicher Zusammenhänge mit früheren Fällen.
###