Auf dem Tempelhofer Feld ist seit Mittwoch eine eigene kleine Zirkuslandschaft entstanden. Das Berlin Circus Festival läuft vom 5. bis 16. August und präsentiert zeitgenössische Artistik in mehreren Zelten und Außenbereichen. Anders als beim traditionellen Zirkus stehen dabei keine Tierdressuren oder klassische Nummernrevuen im Mittelpunkt, sondern moderne Formen zwischen Theater, Tanz und Akrobatik.
Das Festival gehört inzwischen zu den größeren Berliner Sommerveranstaltungen für zeitgenössische darstellende Kunst.
Künstler zeigen neue Zirkusformen
Zeitgenössischer Zirkus verbindet Akrobatik mit Choreografie, Schauspiel, Musik und oft auch politischen oder gesellschaftlichen Themen.
Dadurch unterscheiden sich die Produktionen teilweise deutlich vom klassischen Bild einer Manege.
Das Berliner Festival versteht sich ausdrücklich als Plattform für Sichtbarkeit, Vielfalt und Nachhaltigkeit innerhalb der Zirkuskunst.
Workshops öffnen Festival für Besucher
Besucher sollen nicht ausschließlich zuschauen.
Workshops ermöglichen es, einzelne Zirkusformen selbst auszuprobieren. Zusätzlich gibt es Konzerte und gastronomische Angebote.
Damit entsteht auf dem Tempelhofer Feld für knapp zwei Wochen ein eigenständiges Festivalgelände.
Eintrittspreise unterscheiden sich nach Alter
Für reguläre Vorstellungen werden 23,50 Euro genannt, ermäßigt 18 Euro. Für Kinder bis zwölf Jahre liegt der Preis bei 13 Euro.
Damit positioniert sich das Festival nicht als kostenloses Straßenfest, sondern als professionelles Kulturangebot.
Tempelhofer Feld wird erneut zur Großbühne
Das ehemalige Flughafengelände gehört heute zu den ungewöhnlichsten Veranstaltungsorten Berlins.
Seine großen Freiflächen ermöglichen Formate, die in dicht bebauten Innenstadtquartieren kaum realisierbar wären.
Das Circus Festival nutzt genau diese Offenheit: große Zelte, Außenflächen und Veranstaltungsbereiche können nebeneinander betrieben werden, ohne dass daraus ein klassisches Messegelände entsteht.
Quellen
Berlin.de: Berlin Circus Festival 2026
Berlin Circus Festival: Programm 5. bis 16. August 2026