Wie können Hochschulen ihre Rolle beim Klimaschutz und bei der gesellschaftlichen Transformation künftig wahrnehmen? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer internationalen Konferenz an der Freien Universität Berlin.
Vom 21. bis 23. September 2026 veranstaltet die Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie der Freien Universität gemeinsam mit der europäischen Hochschulallianz Una Europa die Konferenz „Sustainability in Higher Education: Between Transformation and Vibe Shifts“.
Eingeladen sind Forschende, Beschäftigte von Hochschulen sowie Vertreter aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Bildungseinrichtungen. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Nachhaltigkeit unter veränderten Bedingungen
Viele Universitäten positionierten sich im vergangenen Jahrzehnt als Vorreiter eines gesellschaftlichen Wandels hin zu mehr Nachhaltigkeit.
Nach Einschätzung der Veranstalter hat sich die Ausgangslage inzwischen verändert. Mehrere gleichzeitig auftretende Krisen, Skepsis gegenüber der Wissenschaft, der digitale Wandel und eine zunehmende Klimamüdigkeit konkurrieren um öffentliche Aufmerksamkeit.
Die Konferenz soll deshalb untersuchen, wie Nachhaltigkeit unter diesen Bedingungen neu gedacht und praktisch umgesetzt werden kann.
Keynotes, Podiumsgespräche und sechs Workshops
Der Auftakttag umfasst mehrere Hauptvorträge und Paneldiskussionen. Ergänzend sind sechs Workshops vorgesehen.
Dort sollen Forschungsergebnisse, Projekte und praktische Erfahrungen aus unterschiedlichen Fachrichtungen vorgestellt werden.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem Möglichkeiten zur Förderung von Klimaschutzmaßnahmen, neue strukturelle Ansätze für Hochschulen und die Stärkung ihrer sozialen Verantwortung.
Internationale Fachleute werden erwartet
Zu den angekündigten Rednern gehört der Präsident der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Günter M. Ziegler.
Erwartet werden außerdem Prof. Dr. Mandy Singer-Brodowski von der Universität Regensburg und Dr. Julie Newman, Direktorin für Nachhaltigkeit am Massachusetts Institute of Technology.
Weitere Teilnehmer sind unter anderem Dr. Felix Chr. Matthes vom Öko-Institut, Dr. Jeannette Behringer von der Universität Zürich, Riina Koivuranta von der Universität Helsinki und Thimo von Stuckrad von der Hochschulrektorenkonferenz.
Auch Prof. Dr. Holger Dau vom Una Europa Self-Steering Committee in Sustainability sowie Prof. Dr. Lena Partzsch von der Freien Universität Berlin sind angekündigt.
Hochschulen zwischen Forschung und gesellschaftlicher Verantwortung
Die Veranstaltung soll nicht nur bestehende Nachhaltigkeitsstrategien vorstellen, sondern deren Wirksamkeit kritisch hinterfragen.
Dabei geht es auch um die Frage, wie Hochschulen ihre Forschung, Lehre, Verwaltung und eigenen Gebäude nachhaltiger gestalten können.
Zugleich soll diskutiert werden, welche Verantwortung Universitäten bei gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen übernehmen können.
Anmeldung bis Ende August
Interessierte aus Wissenschaft, Hochschulen, Politik und Zivilgesellschaft können sich bis zum 31. August 2026 für die Konferenz anmelden.
Die Veranstaltung richtet sich damit nicht ausschließlich an Fachleute aus dem Hochschulbereich, sondern auch an Menschen, die an nachhaltiger Bildung und gesellschaftlicher Transformation arbeiten.
Quellen
Freie Universität Berlin – Pressemitteilung Nr. 103/2026 „Freie Universität Berlin lädt zur internationalen Konferenz ‚Sustainability in Higher Education: Between Transformation and Vibe Shifts‘ ein“, veröffentlicht am 4. August 2026