Brandursachenermittler schließen vorsätzliche Brandstiftung aus

Pedelec-Akku löste schweren Kellerbrand aus: 100.000 Euro Schaden in Bergener Wohnblock

Nach dem schweren Kellerbrand im Wilhelm-Pieck-Ring steht die Ursache fest: Nach Erkenntnissen der Polizei ging das Feuer von einem im Keller abgestellten Pedelec-Akku aus. Zwei Menschen wurden verletzt, der Schaden beträgt mindestens 100.000 Euro.

Von Jan-Hendrik Peters 1 Min. Lesezeit

Teilen

Der schwere Kellerbrand im Wilhelm-Pieck-Ring in Bergen auf Rügen war nach den Ermittlungen der Polizei kein Fall von Brandstiftung. Ein Brandursachenermittler kam zu dem Ergebnis, dass das Feuer vom Akku eines im Keller abgestellten Pedelecs ausging.

Der Brand hatte erhebliche Folgen für die Bewohner des Mehrfamilienhauses.

Starker Rauch und Ruß breiteten sich im Hausflur aus.

Bewohner mussten über Drehleiter gerettet werden

Zahlreiche Menschen konnten ihre Wohnungen nicht mehr über das Treppenhaus verlassen.

Feuerwehrkräfte brachten Bewohner deshalb unter anderem mit einer Drehleiter in Sicherheit.

Zwei Menschen erlitten leichte Rauchgasvergiftungen und wurden vorsorglich im Krankenhaus Bergen behandelt.

Hausaufgang zunächst unbewohnbar

Die Rauch- und Rußentwicklung war so stark, dass der betroffene Hausaufgang zunächst nicht mehr bewohnt werden konnte.

Die Mieter mussten in Ersatzwohnungen untergebracht werden.

Die Polizei bezifferte den Sachschaden auf mindestens 100.000 Euro.

65 Feuerwehrkräfte im Einsatz

Neben Bergen waren auch die Feuerwehren aus Putbus, Patzig und Sehlen beteiligt.

Insgesamt waren 65 Einsatzkräfte vor Ort.

Der Fall zeigt zugleich das besondere Risiko größerer Lithium-Ionen-Akkus.

Beschädigte oder technisch fehlerhafte Akkus können sich stark erhitzen und Brände auslösen, die sich nur schwer kontrollieren lassen.

Quellen

Polizeipräsidium Neubrandenburg – Ermittlungsergebnis zum Kellerbrand im Wilhelm-Pieck-Ring vom 11. Juli 2026.

Themen: FeuerwehrKellerbrandPedelecBergen auf RügenAkkuWilhelm-Pieck-Ring

Teilen

Lesen Sie als Nächstes

Verdacht auf besonders schwere Brandstiftung – Spezialkräfte des Landeskriminalamts im Einsatz Groß Polzin: Scheune mit Ferienwohnungen niedergebrannt – 69-Jähriger festgenommen Ein Großbrand in der Gemeinde Groß Polzin im Landkreis Vorpommern-Greifswald hat einen Schaden von rund 500.000 Euro verursacht. Eine 75-jährige Bewohnerin wurde von der Feuerwehr gerettet. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der besonders schweren Brandstiftung und nahm einen 69-jährigen Mann fest. Bei der Festnahme kamen Spezialkräfte zum Einsatz.

Ihre Meinung

Schreiben Sie uns einen Leserbrief an leserbriefe@ostdeutsche-zeitung.de. Bitte mit vollständigem Namen und Anschrift; veröffentlicht werden nur Name und Wohnort.

Meistgelesen

Lokales

Alle Beiträge