Das Schlossmuseum Arnstadt will im kommenden Jahr nicht nur seine eigenen Bestände zeigen, sondern erstmals systematisch in private Wohnzimmer, Schränke und Sammlerkammern der Region schauen. Bis zum 31. August können Bürger ihre persönlichen Sammlungen für die geplante Sonderausstellung „Sammellust“ vorschlagen.
Nahezu alles kann Sammlung sein
Das Museum legt sich bewusst nicht auf ein einzelnes Gebiet fest.
Briefmarken, Münzen, Möbel, Kunstwerke oder Alltagsgegenstände werden ausdrücklich als mögliche Beispiele genannt. Entscheidend ist, dass hinter der Sammlung eine interessante Geschichte steckt.
Ausstellung startet 2027
Die Sonderausstellung ist für März bis August 2027 vorgesehen.
Damit bleibt nach der Bewerbungsphase ausreichend Zeit, die eingereichten Vorschläge auszuwerten und ein Ausstellungskonzept zu entwickeln.
Leihgaben bleiben Eigentum der Sammler
Ausgewählte Stücke werden lediglich vorübergehend zur Verfügung gestellt.
Sie bleiben Eigentum ihrer Besitzer und sollen in verschlossenen, alarmgesicherten Vitrinen gezeigt werden. Eine dauerhafte Übernahme in den Museumsbestand ist nicht vorgesehen.
Museum öffnet sich zur Stadtgesellschaft
Der Ansatz verändert die klassische Rollenverteilung.
Normalerweise bestimmt ein Museum aus eigenen Beständen, was Besucher sehen.
Bei „Sammellust“ werden Arnstädter selbst zu Leihgebern und können mitentscheiden, welche bislang privaten Geschichten öffentlich sichtbar werden.
So entsteht aus persönlicher Sammelleidenschaft ein Stück lokaler Kulturgeschichte.
Quellen
Stadt Arnstadt / Schlossmuseum – Aufruf für private Sammlungen zur Sonderausstellung „Sammellust“, Bewerbungsfrist 31. August 2026.
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