Der Lindenau-Förderpreis kehrt 2026 mit seiner dritten Ausstellung nach Altenburg zurück. Vom 8. September bis 1. November zeigt das Lindenau-Museum im Prinzenpalais aktuelle Positionen junger Künstler und fragt danach, welche Themen ihre Arbeit bestimmen.
Die Ausstellung wird bereits am Sonntag, 6. September, um 15 Uhr im Festsaal des Residenzschlosses eröffnet. Zwei Tage später beginnt die reguläre Laufzeit im Prinzenpalais. Eine Fachjury wählt aus acht nominierten Positionen den Träger des mit 5.000 Euro dotierten Preises aus.
Vier Hochschulen nominieren
Beteiligt sind die Hochschule für Bildende Künste Dresden, die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig sowie die Bauhaus-Universität Weimar. Jede Hochschule schickt zwei Studierende nach Altenburg. Nominiert sind Ronny Aviram, Buba Beboshvili, Lorin Brockhaus, Dania González Sanabria, Karen Kamiya, Martin Nielebock, Annelene Schmidt und Gesa Wagner. Damit versammelt die Ausstellung acht internationale künstlerische Positionen aus vier mitteldeutschen Ausbildungsorten. Die Arbeiten nutzen Malerei, Collage, Skulptur, Fotografie, Performance, Video und Installation. Inhaltlich beschäftigen sich die Nominierten nach Angaben des Museums mit Identität, Erinnerung, Künstlicher Intelligenz, Spuren und gesellschaftlichen Normen. Zur Ausstellung soll außerdem ein Katalog erscheinen.
Eröffnung findet im Schloss statt
Der Festsaal des Residenzschlosses bildet am 6. September den Rahmen für die Eröffnung. Die Ausstellung selbst ist anschließend im Prinzenpalais zu sehen. Das historische Hauptgebäude des Lindenau-Museums an der Gabelentzstraße bleibt wegen seiner vollständigen Sanierung geschlossen. Geöffnet ist das Prinzenpalais dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen jeweils von 11 bis 17 Uhr. Der reguläre Eintritt kostet vier Euro, ermäßigt drei Euro. Eine Kombikarte für Lindenau-Museum, Schlossmuseum und Spielkartenmuseum ist für neun Euro erhältlich.
Sonderausstellung ist nicht barrierefrei
Der Zugang zur Sonderausstellung im zweiten Obergeschoss ist nach Angaben des Museums nicht barrierefrei. Besucher mit Mobilitätseinschränkungen sollten deshalb vorab klären, welche Bereiche für sie erreichbar sind. Im Shop ist zudem keine Kartenzahlung möglich. Im Schlosshof gilt ein Parkverbot, ausgenommen ist das Be- und Entladen. Als nahe Parkmöglichkeiten nennt das Museum den etwa 200 Meter entfernten Heinrich-Gottfried-Trost-Weg und den rund 450 Meter entfernten Parkplatz am Marstall. Der Lindenau-Förderpreis wurde 2020 unter einem längeren Namen ins Leben gerufen und wird alle zwei Jahre vergeben. Die Altenburger Ausstellung verbindet die Entscheidung der Jury mit einem öffentlichen Überblick über junge Kunst aus Dresden, Halle, Leipzig und Weimar.
Quellen
Lindenau-Museum Altenburg: Ausstellungsvorschau „8. September bis 1. November 2026: Lindenau-Förderpreis 2026“