Nicht jeder Streit zwischen Nachbarn muss vor Gericht enden. Zeitz sucht deshalb aktuell Menschen, die bereit sind, ehrenamtlich als Schiedsperson tätig zu werden und Konfliktparteien auf dem Weg zu einer außergerichtlichen Lösung zusammenzubringen.

Die Stadt veröffentlichte den Aufruf Ende Juli.

Persönliche Eignung wichtiger als Spezialstudium

Schiedspersonen benötigen kein juristisches Hochschulstudium.

Entscheidend sind vielmehr Lebenserfahrung, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, auch in angespannten Situationen neutral zu bleiben.

Die Stadt nennt ausdrücklich Engagement und Konfliktfähigkeit als wichtige Voraussetzungen.

Ziel ist Einigung statt Urteil

Schiedsstellen beschäftigen sich häufig mit Konflikten, die zwar belastend sind, aber nicht zwingend ein Gerichtsverfahren benötigen.

Dazu können Nachbarschaftsstreitigkeiten oder persönliche Auseinandersetzungen gehören.

Die Schiedsperson versucht, beide Seiten an einen Tisch zu bringen und einen tragfähigen Vergleich zu erreichen.

Ehrenamt entlastet Gerichte

Gelingt eine Einigung, spart das nicht nur den Beteiligten Zeit und Kosten.

Auch Gerichte werden von kleineren Streitfällen entlastet.

Damit übernimmt das Ehrenamt eine Funktion zwischen kommunaler Konfliktlösung und Justiz.

Stadt braucht verlässliche Personen

Schiedspersonen arbeiten mit vertraulichen und teilweise emotional belastenden Themen.

Die Auswahl ist deshalb sensibel.

Zeitz sucht mit dem aktuellen Aufruf Menschen, die bereit sind, Verantwortung für ein funktionierendes Zusammenleben in der Stadt zu übernehmen.

Quellen

Stadt Zeitz – Aufruf zur Bewerbung als Schiedsperson, 27. Juli 2026.

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