Fahrräder erzählen weit mehr als die Geschichte eines Fortbewegungsmittels. Sie stehen für sportlichen Ehrgeiz, technische Entwicklungen, Vereinsleben und persönliche Erinnerungen. Das phanTECHNIKUM in Wismar richtet den Blick nun auf Menschen und Traditionen, die den Radsport in Mecklenburg-Vorpommern geprägt haben.
Preview und Vernissage am 7. August
Der neue Bereich „Radsport in Mecklenburg-Vorpommern“ wird am Freitag, 7. August 2026, vorgestellt. Eine Presse-Preview beginnt um 17 Uhr, die anschließende Vernissage um 18 Uhr.
Museumsdirektor und Geschäftsführer Michael Rahnfeld will gemeinsam mit den Projektbeteiligten durch die Ausstellung führen und Einblicke in deren Entstehung geben. Veranstaltungsort ist das phanTECHNIKUM am Festplatz 3 in Wismar.
Radball, Kunstrad und Rennsport im Mittelpunkt
Die Ausstellung beleuchtet verschiedene Disziplinen des regionalen Radsports. Dazu gehören Radball, Kunstrad und Rennradfahren. Gezeigt werden soll, wie sich sportliche Technik, Vereinsleben und regionale Traditionen über Jahrzehnte entwickelt haben.
Auch das Tonnenabschlagen wird aufgegriffen. Der insbesondere im Norden bekannte Brauch verbindet Geschicklichkeit, Reitsport und regionales Gemeinschaftsleben.
Die Präsentation soll die einzelnen Themen nicht nur erklären, sondern anschaulich und stimmungsvoll in Szene setzen.
Zweiter Teil einer langfristigen Ausstellung
„Radsport in Mecklenburg-Vorpommern“ ist der zweite Abschnitt des Dauerausstellungsprojekts „ERDE – Auf zwei Rädern“. Der erste Teil wurde im Januar 2023 eröffnet.
Das Gesamtprojekt zeichnet die Technik- und Kulturgeschichte des Fahrrads und des Radfahrens von 1817 bis in die Gegenwart nach. Die Ausstellung wird schrittweise erweitert und soll unterschiedliche Perspektiven auf Mobilität, Sport und gesellschaftliche Veränderungen miteinander verbinden.
Dritter Abschnitt folgt im Jahr 2027
Für 2027 ist der dritte und letzte Ausstellungsbereich geplant. Unter dem Namen „Fahrradies“ soll er sich mit der Zukunft des Radfahrens beschäftigen.
Herzstück ist nach Angaben des Museums eine immersive Radfahrsimulation. Besucher sollen dabei verschiedene Szenarien erleben, die sich mit Stadtentwicklung, Gesundheit, Verkehrsinfrastruktur und moderner Mobilität befassen.
Damit führt das Projekt von der historischen Entwicklung des Fahrrads über die regionalen Sporttraditionen bis zu der Frage, welche Rolle das Rad in den Städten und Gemeinden der Zukunft spielen kann.
Sparkassen unterstützen den Ausbau
Die Erweiterung wird von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest gefördert. Nach Angaben des Museums ermöglicht diese Unterstützung die vollständige Umsetzung des Ausstellungsbereichs „ERDE – Auf zwei Rädern“.
Die Eröffnung des neuen Abschnitts soll deshalb zugleich genutzt werden, um auf die bisher erreichten und die noch bevorstehenden Meilensteine anzustoßen.
Museum verbindet Technik und Gesellschaft
Das Technische Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern will im phanTECHNIKUM Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der regionalen Technik- und Industriegeschichte zusammenführen.
Die Ausstellungen richten sich nicht allein an Fachleute. Technik soll als Teil des täglichen Lebens, der Kultur und gesellschaftlicher Entwicklungen erfahrbar werden.
Nach eigenen Angaben erreicht das Museum jährlich mehr als 45.000 Besucher. Hinzu kommen mehr als 250.000 digitale Aufrufe. Das Haus beschäftigt ein Team aus 15 Mitarbeitern und legt besonderen Wert auf Familienfreundlichkeit und Barrierefreiheit.
Anmeldung zur Eröffnung erforderlich
Für die Presse-Preview und die Vernissage wird um eine vorherige Anmeldung per E-Mail an pr@phantechnikum.de gebeten.
Quellen
• phanTECHNIKUM Wismar: Einladung zur Preview und Vernissage „Radsport in Mecklenburg-Vorpommern“, 3. August 2026
• Technisches Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern: Informationen zum Dauerausstellungsprojekt „ERDE – Auf zwei Rädern“, 3. August 2026
• phanTECHNIKUM Wismar: Angaben zur geplanten Erweiterung „Fahrradies“ und zur Förderung des Projekts, 3. August 2026