Das Stralsunder Werfthochhaus erhält eine neue Rolle im Stadtbild. An seiner markanten Fassade wird erstmals ein 20 mal 30 Meter großes Banner angebracht. Es wirbt für die kommende SailGP vor Sassnitz, bei der die Hansestadt Stralsund als Partnerin beteiligt ist.

Die Stadt möchte das leerstehende Gebäude damit bereits vor seiner geplanten Sanierung stärker in das öffentliche Leben einbinden. Wegen seiner Lage direkt an der Rügenbrücke ist das Hochhaus täglich für zahlreiche Autofahrer auf dem Weg nach Rügen sichtbar.

Fassade soll künftig häufiger genutzt werden

Die Außenfläche soll nicht nur einmalig für die internationale Segelveranstaltung zur Verfügung stehen. Geplant ist, dort künftig auch auf städtische Veranstaltungen und regionale Projekte aufmerksam zu machen.

Denkbar sind Präsentationen zu:

  • den Wallensteintagen,
  • dem Internationalen Hansetag 2028,
  • Veranstaltungen auf dem Gelände der Volkswerft,
  • weiteren städtischen Kampagnen und Großereignissen.

Neben der Nutzung als Bannerfläche dient das Hochhaus bereits als Drehort für den Fernsehkrimi „Stralsund“.

Zehn Etagen und 42 Meter Höhe

Das Werfthochhaus wurde zwischen 1972 und 1974 errichtet und bis 2002 als Bürogebäude der Werft genutzt. Seit Oktober 2023 gehört es der Hansestadt Stralsund.

Das Gebäude ist 42 Meter hoch und verfügt auf zehn Etagen über rund 8.000 Quadratmeter Fläche. Es zählt wegen seiner Lage und Größe zu den auffälligsten Bauwerken der Stadt.

Die Stadt plant eine Sanierung für rund elf Millionen Euro. Anschließend soll das Hochhaus wieder als moderner Bürostandort genutzt werden.

SailGP soll Zusammenarbeit in der Region zeigen

Das erste Banner steht unter dem Leitmotiv „Mehr als eine Brücke“. Damit soll die Verbindung zwischen Stralsund, Sassnitz und der Insel Rügen betont werden.

Die Rügenbrücke verbindet dabei nicht nur das Festland mit der Insel. Sie soll zugleich als Symbol für regionale Zusammenarbeit und gemeinsames wirtschaftliches Vorankommen dienen.

Danco Lewin vom Stadthafen Sassnitz begrüßte Stralsund als Partner der SailGP. Die Anbringung des Banners zeige, dass die Region über kommunale Grenzen hinweg zusammenarbeite.

Stralsund sieht sich als Teil einer gemeinsamen Region

Auch Peter Fürst, Leiter des Stralsunder Amtes für Wirtschaft und Tourismus, betonte die enge Zusammenarbeit.

„Wir verstehen uns als eine Region und arbeiten gern zusammen. Deshalb haben wir mit großem Engagement daran gearbeitet, dieses Vorhaben zu ermöglichen.“

Mit der ungewöhnlichen Zwischennutzung erhält das Werfthochhaus bereits vor seiner Sanierung eine sichtbare Funktion. Gleichzeitig kann die Stadt Erfahrungen sammeln, wie sich die große Fassade künftig für eigene Veranstaltungen und regionale Partnerschaften einsetzen lässt.

Quelle

  • Hansestadt Stralsund: Pressemitteilung „Stralsunder Werfthochhaus wird besonderer Blickfang“, 31. Juli 2026.