Die Umgestaltung des Freilichtmuseums Mueß zu einem modernen Ausstellungs-, Erlebnis- und Bildungsort geht weiter. Wirtschaftsminister Wolfgang Blank hat dafür einen Fördermittelbescheid über 3,56 Millionen Euro an Schwerins Oberbürgermeister Sebastian Ehlers übergeben. Wie die Landeshauptstadt Schwerin mitteilt, entsteht am Standort des nicht mehr sanierungsfähigen Cafégebäudes ein neues Seminargebäude.
Neubau verbindet Fachwerk mit moderner Technik
Das neue Gebäude entsteht auf dem Grundriss einer historischen Stallanlage und soll die traditionelle Fachwerkbauweise des Museums aufnehmen. Gleichzeitig werden moderne Elemente wie Solardachziegel integriert, sodass historische Gestaltung und zeitgemäße Gebäudetechnik miteinander verbunden werden.
Geplant sind beheizbare und barrierefreie Seminarräume, die ganzjährig für eigene Bildungsangebote des Museums oder Veranstaltungen externer Nutzer eingesetzt werden können. Ergänzt wird das Gebäude durch Sanitäreinrichtungen, eine kleine Küchenzeile, Büroräume im Obergeschoss und Lagerflächen im Untergeschoss.
Zweiter Bauabschnitt umfasst 4,45 Millionen Euro
Das Seminargebäude gehört gemeinsam mit der Neugestaltung verschiedener Freiflächen zum zweiten Bauabschnitt des Gesamtprojekts. Das Investitionsvolumen für diesen Abschnitt beträgt 4,45 Millionen Euro, wovon das Land 3,56 Millionen Euro fördert.
Da die Baugenehmigung bereits vorliegt, können nach Übergabe des Förderbescheids die weiteren Planungen konkretisiert und die baulichen Arbeiten vorbereitet beziehungsweise begonnen werden.
Erster Bauabschnitt läuft parallel weiter
Während der Neubau vorbereitet wird, laufen gleichzeitig Arbeiten im ersten Bauabschnitt. Dabei werden jene Bereiche des Museums neu gestaltet, die künftig ohne Eintritt öffentlich zugänglich sein sollen.
Der Bereich zwischen der Straße „Zum Alten Bauernhof“ und dem Ufer des Schweriner Sees wird erschlossen und mit einem großen Themenspielplatz, dem bereits fertiggestellten Schiffsanleger sowie der derzeit sanierten Hufe V verbunden. Für diesen Bauabschnitt stellt das Land insgesamt 7,8 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ bereit.
Festwiese soll größere Veranstaltungen ermöglichen
Das neue Seminargebäude wird über eine abgestufte Terrassenanlage mit der Festwiese verbunden. Diese Fläche bildet zugleich die Verbindung zum künftig frei zugänglichen Bereich des Museums und soll unterschiedlichste Nutzungen ermöglichen.
Durch die neue Struktur können neben Bildungsangeboten auch größere Veranstaltungen organisiert werden. Die Terrassen, Freiflächen und Veranstaltungsbereiche sollen das Museum stärker als Begegnungsort öffnen und zugleich seine touristische Nutzung erweitern.
Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant
Oberbürgermeister Sebastian Ehlers bezeichnet das Freilichtmuseum als wichtigen Ort für kulturelle Identität, Bildung und gemeinsames Lernen. Stadt und Land wollten den historischen Standort bewahren und gleichzeitig behutsam weiterentwickeln.
Der zweite Bauabschnitt soll nach derzeitiger Planung bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Mit Seminargebäude, neugestalteten Freiflächen und den parallel laufenden Arbeiten an der Hufe V entwickelt sich das Freilichtmuseum damit Schritt für Schritt zu einem ganzjährig nutzbaren Kultur- und Bildungsstandort.
Quelle:
Landeshauptstadt Schwerin, Pressemitteilung vom 11. August 2026.