Die geplante Streichung der direkten Bahnverbindung zwischen Schwedt und Berlin sorgt in der Uckermark für erheblichen Widerstand. Infrastrukturminister Robert Crumbach will sich deshalb am Montag, dem 24. August 2026, den Fragen der Bürger stellen. Der öffentliche Dialog beginnt um 17 Uhr vor dem Bahnhof Schwedt (Oder) Mitte.

Direktverbindung soll im Dezember wegfallen

Nach Angaben der Stadt Schwedt soll die direkte Bahnverbindung in die Hauptstadt mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 entfallen.

Die Entscheidung der Landesregierung stößt vor Ort auf großen Protest. Für Schwedt und die umliegende Region ist die Verbindung nach Berlin von besonderer Bedeutung – etwa für Berufspendler, Schüler, Studierende, Reisende und Menschen mit medizinischen oder behördlichen Terminen.

Sorge vor längeren Fahrzeiten und Umstiegen

Der Wegfall einer Direktverbindung bedeutet für Fahrgäste in der Regel zusätzliche Umstiege, längere Reisezeiten und ein höheres Risiko, Anschlüsse zu verpassen.

Gerade für eine Stadt am nordöstlichen Rand Brandenburgs ist eine verlässliche Anbindung an Berlin ein wichtiger Standortfaktor. Sie beeinflusst nicht nur den Alltag der Einwohner, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung und die Erreichbarkeit der Region.

Die Stadt betont deshalb, dass Schwedt und das Umland auf eine zuverlässige Bahnverbindung zur Metropole angewiesen seien.

Minister will mit Bürgern sprechen

Infrastrukturminister Robert Crumbach kommt nach Schwedt, um mit den Einwohnern über die geplante Veränderung zu sprechen.

Der Termin im Überblick:

  • Datum: Montag, 24. August 2026
  • Beginn: 17 Uhr
  • Ort: vor dem Bahnhof Schwedt (Oder) Mitte
  • Thema: Erhalt der Direktverbindung Schwedt–Berlin

Der Bürgerdialog bietet Betroffenen die Gelegenheit, ihre Kritik, Fragen und konkreten Erfahrungen direkt an den Minister zu richten.

Verkehrsanbindung entscheidet über Zukunft der Region

Für Schwedt geht es bei der Diskussion um mehr als einen einzelnen Fahrplan. Eine direkte Verbindung nach Berlin stärkt die Attraktivität der Stadt als Wohn-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort.

Besonders im ländlichen Raum kann jede Verschlechterung des öffentlichen Verkehrs dazu führen, dass Menschen stärker auf das Auto angewiesen sind. Zugleich erschwert sie den Zugang zu Arbeitsplätzen, Hochschulen und wichtigen Einrichtungen in Berlin.

Ob die Landesregierung die geplante Änderung noch einmal überprüft, ist der Pressemitteilung nicht zu entnehmen. Der Bürgerdialog dürfte deshalb zu einem wichtigen Termin für die weitere Debatte werden.

Quelle

  • Stadt Schwedt/Oder: Pressemitteilung „Bürgerdialog zum Erhalt der Direktverbindung Schwedt – Berlin“, 28. Juli 2026.